15:58 21 September 2020
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    Ein russisches Jagdflugzeug ist vom Luftstützpunkt Hmeimim gestartet, um ein Flugobjekt zu identifizieren, das in Richtung der russischen Objekte in Syrien unterwegs war. Laut dem russischen Verteidigungsministerium handelt es sich um eine amerikanische Maschine.

    „Am 19. April 2020, gegen 15:00 Uhr (Moskauer Zeit), haben die russischen Mittel zur Kontrolle des Luftraums über dem neutralen Gewässer des Mittelmeeres ein Flugobjekt entdeckt, das einen Flug auf Kurs der Militärobjekte in der Syrischen Arabischen Republik durchführte“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums.

    Ein Kampfflugzeug von Dienstabwehrkräften startete demnach vom Luftstützpunkt Hmeimim, um das Objekt zu identifizieren,

    „Der Pilot des russischen Kampfjets hat nach der Annährung die Bordnummer und Zugehörigkeit des Flugzeuges zu den US-Luftstreitkräften identifiziert und es begleitet.“  

    Nachdem das amerikanische Aufklärungsflugzeug seine Flugroute geändert hatte, konnte die russische Maschine zum Startflugplatz zurückkehren.

    Das russische Verteidigungsministerium betonte dabei, dass alle Flüge der russischen Luft- und Weltraumkräfte in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Regeln für die Nutzung des Luftraumes über neutralen Gewässern erfolgen.

    Russische Medien schreiben dabei, dass das russische Flugzeug eine Su-35 gewesen sei. Russlands Verteidigungsministerium führte keine detaillierten Informationen zum Maschinentyp an und erwähnte nicht, ob es sich um den gleichen Vorfall handle, über den zuvor die 6. Flotte der US-Marine berichtet hatte. Demnach war am 19. April ein russisches Kampfflugzeug Su-35 bis auf 25 Fuß (weniger als acht Meter) an ein U-Boot-Jagdflugzeug P-8A Poseidon im internationalen Luftraum über dem Mittelmeer herangeflogen.

    Tartus und Hmeimim

    Die russische Luftwaffe unterstützt seit 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus die syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen den IS* („Islamischer Staat“; auch Daesh), die al-Nusra-Front und weitere Terrormilizen, die zuvor weite Teile des vorderasiatischen Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

    Im Dezember 2017 erklärte das russische Militär den endgültigen Sieg über den IS in Syrien. Kurz danach besuchte Präsident Wladimir Putin den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der nordwest-syrischen Provinz Latakia und ordnete den Rückzug eines Großteils der russischen Militärs aus Syrien an. Sowohl die Basis Hmeimim in der Provinz Latakia als auch die Marinebasis Tartus an der Mittelmeerküste sollen jedoch beibehalten werden.

    ak/ae/sna

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    Tags:
    USA, Beobachtungsflug, Hmeimim, Russland, Syrien