08:36 30 September 2020
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    Zwischen Russland und Polen bleiben laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow noch Keime normaler Beziehungen bestehen. Moskau hofft ihm zufolge darauf, dass die jetzige Krisenzeit in den bilateralen Beziehungen zu Warschau überwunden wird.

    Wie der Chefdiplomat am Dienstag bei einem Rundtischgespräch in Moskau sagte, hätten Russland und Polen vorher über so viele Mechanismen für die Zusammenarbeit verfügt, „wie wir kaum mit einem anderen europäischen Land haben“.

    „Zumal bleiben noch Keime dieser Beziehungen bestehen (...). All dies (diverse gemeinsame Mechanismen – Anm. d. Red.) liegt jetzt auf Eis. Während Brüssel alle Kanäle eingefroren hat, treten die Hauptstädte der EU-Mitgliedsländer für den Ausbau der Beziehungen ein, worauf wir natürlich antworten werden“, sagte Lawrow vor den Teilnehmern des Gortschakow-Fonds zur Unterstützung der öffentlichen Diplomatie.

    Zudem brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass „Russland mit seinen polnischen Nachbarn die jetzige Periode überwinden wird, und dass die Versuche, künstlich Vorwände für eine Trennung der Völker der beiden Länder zu schaffen, nicht die Oberhand erlangen werden“.      

    Lech Walesa für Verbesserung der Beziehungen

    Zuvor hatte der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa gesagt, dass Russland zurzeit viel stärker als Polen sei. Daher müsse Moskau selbst Vorschläge zur Regelung der Beziehungen zu Warschau unterbreiten.

    Wie Walesa weiter betonte, erlaubten Polen und Russland anderen Seiten, von ihren schlechten Beziehungen Vorteile zu ziehen. Eine Verbesserung der Beziehungen sei nötig.

    Warschau setzt UdSSR mit Nazi-Deutschland gleich

    In letzter Zeit unternimmt Warschau Versuche, den Beitrag der Sowjetunion zum Sieg über den Nationalsozialismus zu bagatellisieren oder sogar Moskau für den Kriegsbeginn verantwortlich zu machen. Anfang 2020 verabschiedete der polnische Sejm (Parlament – Anm. d. Red.) eine Resolution, die die Sowjetunion und Hitler-Deutschland für die Ereignisse von 1939-1941 gleichermaßen verantwortlich macht.

    Zudem wies Polens Vizeaußenminister Paweł Jabłoński auf das „uneingeschränkte Recht“ Warschaus auf russische Reparationszahlungen für den während des Zweiten Weltkrieges zugefügten Schaden hin.
    Später erklärte der polnische Botschafter in Berlin, Andrzej Przyłębski, dass nicht die Sowjetunion, sondern westliche Alliierte den entscheidenden Beitrag zur Beendigung des Krieges geleistet hätten.

    ns/ae/sna

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    Tags:
    Lech Walesa, Normalisierung, Beziehungen, Sergej Lawrow, Polen, Russland