14:22 04 August 2020
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    Die USA haben eine Informationskampagne gegen Damaskus entfesselt, um ihm vorzuwerfen, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht effektiv genug eingedämmt zu haben. Das folgt aus einer gemeinsamen Erklärung des russischen und des syrischen Koordinierungsstabs zur Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien.

    „Das von der Uno vorgelegte Dokument wurde unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten erarbeitet, die eine Informations- und Propagandakampagne gegen Damaskus entfesselt haben, um ihm vorzuwerfen, gegen die Ausbreitung des Coronavirus in der Republik ineffizient gekämpft zu haben“, heißt es.

    Es sei offensichtlich, dass die US-amerikanische Seite die Lieferung humanitärer Hilfsgüter ins Flüchtlingslager (Rukban – Anm. d. Red.) für die Erreichung eigennütziger Ziele benötige, um die von ihnen kontrollierten illegalen bewaffneten Bandenformationen auf Rechnung der Uno mit Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Bedarfes zu versorgen und die Auflösung des Flüchtlingslagers Rukban weiter zu verzögern.

    Die Aufnahmestelle für Flüchtlinge Al-Waha sei mit allem Notwendigen versorgt, um die Bewohner des Lagers unter Quarantäne zu stellen, bevor sie in provisorische Unterbringungsstätten in der Provinz Homs befördert würden, verlautete es aus der Erklärung.

    Syrien bittet Uno um Entsendung von Bewertungsmission nach Rukban

    Angesichts der kritischen humanitären Lage im Flüchtlingslager Rukban hatte das syrische Außenministerium zuvor an die Uno einen Antrag gerichtet, eine medizinische Bewertungsmission nach Rukban zu entsenden, um die reale Situation um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 vor Ort zu prüfen.    

    Diese Initiative wurde von der Uno unterstützt. Der von der Organisation vorgeschlagene Plan der Mission warf aber bei Damaskus Fragen auf. So sieht der Plan die Entsendung von 23 Lkws mit humanitären Hilfsgütern, aber keine kontrollierte Verteilung der Güter unter Flüchtlingen vor.

    Zudem schließt der Plan eine medizinische Untersuchung von Flüchtlingen nicht ein, obwohl es sich hierbei um eine Mission handelt, die auf eine Unterbindung der Coronavirus-Ausbreitung abzielt.

    Coronavirus in Syrien

    Bisher sind in 185 Ländern nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 2,5 Millionen nachgewiesene Coronavirus-Fälle gemeldet worden. 178.371 Menschen sind an dem Erreger gestorben. In Syrien wurden demnach 42 bestätigte Coronavirus-Fälle registriert, drei davon endeten tödlich.

    ns/ae/sna

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    Tags:
    Coronavirus, Mission, humanitäre Hilfe, Uno, Flüchtlingslager, Russland, Syrien, USA