11:57 06 Juli 2020
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    Riad erwägt für den Fall, dass sich US-Präsident Donald Trump für die Einstellung der Ölimporte aus dem Königreich entscheiden sollte die Möglichkeit, die Öltanker, die auf dem Weg in die USA sind, in andere Länder umzuleiten.

    Etwa 40 Millionen Barrel saudisches Öl seien auf dem Weg in die Vereinigten Staaten und sollten in den kommenden Wochen ankommen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf Schifffahrts- und Handelskreise. Dies erhöhe den Druck auf die Märkte, die ohnehin gegen einen Überfluss an Vorräten kämpfen müssten.

    Am Dienstag hatte US-Energieminister Dan Brouillette verkündet, Trump ziehe alle Optionen zur Förderung  der einheimischen Öl- und Gasindustrie in Betracht, darunter auch das Verbot saudischer Öleinfuhren.

    Die meisten der großen Käufer von saudischem Öl befinden sich entlang der Westküste. Auf diese Region entfällt nach Angaben der US-Behörde für Information im Energiebereich etwa die Hälfte aller saudischen Rohölimporte in die Vereinigten Staaten. Die dortigen Lager seien bereits am 17. April zu 66 Prozent gefüllt gewesen.

    Ölhändler, die auf den europäischen und asiatischen Märkten aktiv seien, würden erwarten, dass die Saudis versuchen würden, die Öllieferungen auf andere Märkte umzuleiten, wenn die Vereinigten Staaten das Verbot doch verhängen sollten. Dies würde einen enormen Druck auf die Lagertanks in diesen beiden Regionen ausüben, hieß es.

    asch/ae/rtr/sna

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    Verbot, Umleitung, Öllieferungen, Öllieferung, Öltanker, Öl, Saudi-Arabien, USA