23:22 06 Juli 2020
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Safir hat am Donnerstag auf Twitter auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump, iranische Kriegsschiffe zu versenken, reagiert. Sarif zufolge haben die US-Truppen im Persischen Golf nichts zu suchen.

    „Die US-Kräfte haben an einem Ort, der 7000 Meilen von ihrem Zuhause entfernt ist, nichts zu suchen. Sie sollten unsere Seeleute unweit vor unserer Küste am Persischen Golf nicht provozieren“, twitterte Sarif. 

    ​Ihm zufolge soll sich der US-Präsident stattdessen besser mit den eigenen Truppen befassen, wo „mehr als 5000 Covid-19-Fälle gemeldet worden sind“.  

    Iran bekundet Protest wegen des US-Vorgehens im Persischen Golf    

    Indes hat das iranische Außenministerium laut seinem Sprecher, Abbas Mousawi, den Schweizer Botschafter in Teheran, der die Interessen der USA in der Islamischen Republik vertritt, einbestellt.

    „Ihm wurde eine Protestnote für die US-amerikanischen Behörden wegen jener Gefahren übergeben, die die US-Truppen darstellen, darunter auch wegen ihrer rechtwidrigen Präsenz und ihres Vorgehens, der Destabilisierung der Seenavigation im Nordteil des Persischen Golfes und unweit der iranischen Küste“, sagte der Sprecher.    

    Trump droht mit Vernichtung iranischer Kriegsschiffe

    Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump die Marine der Vereinigten Staaten angewiesen, iranische Kriegsschiffe zu vernichten, für den Fall, dass diese US-Schiffe verfolgen sollten. Damit reagierte Trump auf einen Vorfall zwischen den amerikanischen und den iranischen Seestreitkräften im Persischen Golf.

    Boote der Iranischen Revolutionsgarden kamen US-Kriegsschiffen „gefährlich“ nahe

    Zuvor hatte das Zentralkommando der US-Marine berichtet, dass Boote der Islamischen Revolutionsgarden im Persischen Golf gefährliche Manöver ausgeführt und dadurch amerikanische Kriegsschiffe gefährdet hätten. So wurde vermeldet, elf iranische Schnellboote seien am 15. April US-Schiffe mit sehr hoher Geschwindigkeit und aus nächster Nähe „angegangen“.

    Sie hätten sich einem der Schiffe bis auf 45 Meter sowie einem anderen bis auf zehn Meter genähert. Die US-Schiffe hätten die iranische Seite per Funk und mehrmals mit Signalpfeifen gewarnt. Erst nach einer Stunde sollen die iranischen Boote reagiert und sich daraufhin von den amerikanischen Schiffen entfernt haben.

    ns/ae/sna

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    Protestnote, Abbas Mousawi, Twitter, Donald Trump, Mohammed Dschwad Sarif, Persischer Golf, USA, Iran