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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (536)
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    Nur wenn ein Impfstoff gegen das Virus Sars-Cov 2 gefunden ist, soll das gesellschaftliche Leben wieder zur Normalität zurückkehren können. Das erklären Politiker ebenso wie der Milliardär und Förderer von Pharma-Firmen Bill Gates. Um dessen Rolle geht es insbesondere im zweiten Teil der Analyse über Hintergründe und Interessen.

    Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates hat sich seit dem gemeldeten Ausbruch des Virus Sars-Cov 2 in China mehrfach zu Wort gemeldet und Regierungen erklärt, was sie nun tun sollen. So forderte er Ende März in der US-Zeitung „Washington Post“ die betroffenen Staaten auf, die Massenproduktion von Impfstoff gegen Covid-19 vorzubereiten.

    Nicht unwichtig dabei: Das Blatt gehört Jeff Bezos, dem Gründer von „Amazon“. Der Online-Händler ist der „größte Krisengewinner“, schrieb das Wirtschaftsmagazin „Capital“ bereits Ende März. Durch die politisch verordneten Anti-Corona-Maßnahmen musste auch der Einzelhandel dichtmachen, wovon „Amazon“ profitiert.

    In einem Interview mit dem US-Sender CBS forderte Gates am 2. April, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufene Corona-Pandemie durch eine landesweite Isolation einzudämmen. Massenversammlungen sollten erst dann wieder erlaubt sein, wenn alle Menschen geimpft seien, erklärte der Milliardär.

    ARD: Bühne für „Impfpapst“ Bill Gates

    In den ARD-Tagesthemen durfte er dann am 12. April sogar erklären:

    „Wir werden den zu entwickelnden Impfstoff sieben Milliarden Menschen verabreichen. Da können wir uns keine Probleme mit bedrohlichen Nebenwirkungen leisten. Und doch werden wir die Entscheidungen zum Einsatz eines Impfstoffes auf einer geringeren Datengrundlage als sonst fällen, damit wir schnelle Fortschritte erzielen.“

    Der Milliardär sprach davon, dass vielleicht ab Sommer wieder einige Bereiche des gesellschaftlichen Lebens geöffnet werden könnten. Und:

    „Zu der Normalität vor Corona werden wir erst dann zurückkehren können, wenn wir entweder ein Wundermittel gefunden haben, das in 95 Prozent der Fälle hilft, oder wenn wir einen Impfstoff entwickelt haben.“

    Bis dann müssten alle Beschränkungen und Lockerungen immer wieder überprüft sowie weiter getestet werden.

    „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni gab nur den Stichwortgeber für Gates, als er zuvor behauptete, dass die Pandemie nur mit einem Impfstoff beherrscht werden könne, und er wissen wollte, welche Schritte dabei die „wichtigsten“ seien. Der Milliardär erklärte, es dauere normalerweise fünf Jahre, um einen Impfstoff zu entwickeln und herstellen zu können. Er rechne aber im aktuellen Fall mit 18 Monaten – „wenn alles super läuft, geht es vielleicht noch schneller“.

    Gates: „Wir entscheiden“

    Gates wies selber auf die „große Rolle“ der Stiftung von ihm und seiner Frau hin: „Wir sind die größten Förderer von Impfstoffen und denken auch an die Entwicklungsländer.“ Er sprach auch davon, „wir“ würden entscheiden, wo die Fabriken für die Anti-Corona-Impfstoffe gebaut werden, je nachdem, wer verbindlich Fördermittel zusagt. „Langfristig wird die Produktion so hochgefahren, dass alle Menschen auf unserem Planeten damit geimpft werden können.“

    ARD-Moderator Zamperoni hakte nicht mit einer kritischen Frage nach, sondern gab Gates noch das Stichwort für die Aussage, dass gegen alle ansteckenden Krankheiten nach Impfstoffen gesucht werde. Der öffentlich-rechtlich bezahlte Journalist verwies in dem Zusammenhang auch nicht darauf, dass die Gates-Stiftung eine umstrittene Rolle bei fragwürdigen Malaria-Impfkampagnen in Afrika spielt. Darauf macht stattdessen der 2019 erstmals gezeigte Dokumentarfilm „Das Fieber“ der österreichischen Filmemacherin Katharina Weingartner aufmerksam.

    Der Film versucht laut dem Schweizer Onlinemagazin „Infosperber“ zu belegen:

    „Bill Gates sponsert seit vielen Jahren goßzügig ein Novartis-Medikament gegen Malaria. Aber eine wirksame, billige Prävention interessiert ihn nicht.“

    Das Magazin selber dazu: „Die Gates-Stiftung subventionierte die Bekämpfung von Malaria – namentlich auch die Abgabe des Novartis-Produkts Coartem – via ‚Global Fund‘ bis heute mit über zwei Milliarden Dollar.“

    Impfung statt Prävention

    Das Beispiel zeigt, wie einseitig Gates und seine Unterstützer auch in der Bundesregierung auf Impfstoffe als „Zaubermittel“ ausgerichtet sind. Seine Stiftung gebe das Geld „fast nur für Medikamente, für die bisher erfolglose Entwicklung eines Impfstoffes, für mit Pestiziden imprägnierte Netze sowie für Verhaltensaufklärungen“ aus, so der „Infosperber“-Beitrag.

    „Sie haben jedoch wenig dazu beigetragen, die Übertragungswege der Malaria zu verringern oder eine wirksame Prävention zu fördern. Ein wichtiger Schritt zur Prävention bestünde darin, den Mücken ihre Brutstätten zu zerstören, beziehungsweise die Mückenlarven darin zu töten.“

    Selbst die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete 2012, dass die Pflanze, aus der Novartis den Wirkstoff für den Impfstoff gewinnt, selbst besser gegen Malaria wirke als das aus ihr gewonnene Medikament.

    „Die Webseiten der ‚Bill & Melinda Gates Foundation‘ und des ‚Global Fund‘ informieren mit keinem Wort über diese äußerst wirksame Prävention“, so das Schweizer Magazin über das Beispiel. Um die lockenden Milliarden an Dollar, Euro und in anderen Währungen durch Impfungen geht es anscheinend auch bei der Covid-Pandemie und der Suche verschiedener Pharmafirmen nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus.

    Medien: Verteidigung von Bill Gates

    Gates fördert das mit seiner Stiftung, unterstützt von bundesdeutschen Politikern, deren Aussagen denen des Milliardärs fast wortgleich ähneln. Seine Rolle wird nicht hinterfragt, auch nicht von den etablierten bundesdeutschen Medien. Die wollen anscheinend ebenso nichts von den Milliardenprofiten der Pharmakonzerne wissen, die diese erwarten, wenn alle Menschen wie von Gates angekündigt gegen Sars-Cov 2 geimpft wurden – und erst dann wieder in die Normalität entlassen werden.

    Dabei gibt es natürlich Ausnahmen: Immerhin schrieb selbst „Die Welt“ von einem „globalen Impfstoff-Experiment“. Andererseits werden Kritiker der Entwicklung wie der Lungenarzt Wolfgang Wodarg verleumdet und seine auf Erfahrungen basierenden Warnungen als „gefährliche Falschinformationen“ diffamiert.

    Stattdessen versucht die ARD mit Hilfe ihrer „Faktenfinder“ zu verhindern, dass Gates zum „globalen Sündenbock“ gemacht wird. An dem „Aufklärungsstück“ gegen „abstrakte Verschwörungslegenden“ mit „konkreten Feindbildern“ ist übrigens der selbsternannte Enthüllungsjournalist Mascolo beteiligt.

    Vielleicht hat er beigesteuert, was da zu lesen ist:

    „Stets konzentrierte er [Gates] sich auf die Zukunft und mahnte die aus seiner Sicht notwendigen Schritte an: Etwa überall auf der Welt schon jetzt Anlagen für den Bau von Impfstoff zu errichten, so dass es schnell gehen kann, wenn dann die Formel gegen das Virus gefunden ist. Zudem appellierte Gates, schon jetzt über Verteilung nachzudenken und dabei die ärmeren Länder nicht zu vergessen.“

    Kennedy-Nachfahre: Unheilvolles Gates-Engagement

    Unlängst warnte selbst Robert F. Kennedy Jr. vor den Folgen der Gates-Aktivitäten. Der Rechtsanwalt und Sohn des 1968 ermordeten Robert Kennedy ist Vorsitzender der Organisation „Children‘s Health Defense“ (Verteidigung der Gesundheit der Kinder). Auf deren Webseite stellte er am 9. April fest:

    „Gates Besessenheit von Impfstoffen scheint von der Überzeugung angetrieben zu werden, die Welt mit Technologie zu retten.“

    Kennedy machte auf die Folgeschäden der vom Microsoft-Gründer und seiner Stiftung geförderten Impfkampagnen in mehreren Ländern aufmerksam. Dafür führt er mehrere Beispiele an, auch aus Südafrika: „Nelson Mandelas ehemaliger leitender Ökonom, Professor Patrick Bond, beschreibt Gates 'philanthropische Praktiken als ‚rücksichtslos und unmoralisch‘.“

    Der Kennedy-Nachfahre erinnerte auch daran: 2014 beschuldigte die kenianische katholische Ärztevereinigung die WHO, Millionen kenianischer Frauen mit einer  Tetanus-Impfkampagne chemisch zu sterilisieren. Unabhängige Labore fanden in jedem getesteten Impfstoff eine Sterilitätsformel. Ähnliche Anschuldigungen seien aus Tansania, Nicaragua, Mexiko und den Philippinen gekommen.

    Erinnerung: Gates an Pharma-Unternehmen beteiligt

    Laut Kennedy wird Gates vorgeworfen, die Agenda der Weltgesundheitsorganisation WHO von Projekten wegzuführen, „die nachweislich zur Eindämmung von Infektionskrankheiten beitragen: sauberes Wasser, Hygiene, Ernährung und wirtschaftliche Entwicklung“. Die Gates-Stiftung gebe für diese Bereiche nur etwa 650 Millionen Dollar ihres gesamten Budgets von fünf Milliarden Dollar aus. „Es heißt, er habe Mittel der Organisation umgeleitet, um seiner persönlichen Philosophie zu dienen, dass gute Gesundheit nur in einer Spritze kommt.“

    Der US-Anwalt erinnerte daran, dass Gates ein privates Pharmaunternehmen finanziert, das Impfstoffe herstellt. Seine Stiftung habe 50 Millionen Dollar an zwölf Pharmaunternehmen gespendet, um die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs zu beschleunigen. Gates hat viel Geld in vielversprechende Biotech-Firmen investiert – zum Beispiel in die deutsche Firma Curevac. „Die Gates-Stiftung investierte vor fünf Jahren 52 Millionen US-Dollar in das Tübinger Unternehmen, um die Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria zu unterstützen“, meldete das „Handelsblatt“ am 19. März.

    Inzwischen beteiligt sich die Firma Curevac an der Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Corona-Virus. Auf Sputniknews-Nachfrage erklärte ein Sprecher des Unternehmens: „Die Bill and Melinda Gates Foundation besitzt Anteile an CureVac, über deren Höhe geben wir keine Auskünfte. Herr Gates nimmt direkt keinen Einfluss auf das Unternehmen, es gibt aber immer wieder Abstimmungen mit seiner Stiftung.“

    Gates: Einseitiger Blick auf Pandemien

    Über den „Impfaktivismus der Gates-Stiftung“, die Hintergründe, Interessen und Motive bis hin zur Bevölkerungskontrolle und Überwachung, war kürzlich im Onlinemagazin „Multipolar“ weiteres zu erfahren. Dort hinterfragte Autor Eric Wagner, wie gerechtfertigt das Vertrauen in Microsoft-Gründer Gates ist, wenn es um die Gesundheit von Milliarden Menschen geht und was dagegen spricht.

    „Der Microsoft-Gründer Bill Gates möchte sich als Retter feiern lassen und plant schon jetzt, die gesamte Weltbevölkerung durchzuimpfen“, schrieb der Autor Peter Frey in einem Beitrag für das Online-Magazin „Rubikon“.

    Der Publizist Werner Rügemer stellte im Online-Magazin „Nachdenkseiten“ fest:

    „Seit der Gründung von Gavi 1999 prophezeit Gates das baldige und häufige Kommen von Pandemien mit Millionen von Toten, so wie im Oktober 2019 im Event201-Planspiel 65 Millionen Corona-Virus-Tote angenommen wurden.“

    Für diese Spekulation leugne der Microsofot-Gründer den weltweiten Hunger ebenso wie „die Gefahr von kommenden Kriegen, sondern auch die gegenwärtigen und möglichen Kriege“.

    Seehofer: Pharma-Lobby beherrscht die Politik

    Über die Rolle und Macht der Pharma-Lobby in der bundesdeutschen Politik klärte bereits 2006 ein Insider auf: der ehemalige Gesundheitsminister und heutige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Er sagte in der „Frontal 21“-Sendung des ZDF am 6. Juni 2006:

    „Ja, das ist so. Seit 30 Jahren bis zur Stunde, dass sinnvolle strukturelle Veränderungen auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft in deutschen Gesundheitswesen nicht möglich sind wegen des Widerstandes der Lobby-Verbände.“

    Auf eine Nachfrage von „Frontal 21“ dazu betonte Seehofer damals:

    „Ich kann Ihnen nur beschreiben, dass es so ist und dass es so abläuft und zwar sehr wirksam.“

    Heute setzt er als Bundesinnenminister die Beschränkungen durch, die angeblich erst dann vollständig aufgehoben werden können, wenn der Anti-Corona-Impfstoff da ist.

    Spahn: Pharma-Lobbyist als Bundesgesundheitsminister

    Daran wirkt der heutige Bundesgesundheitsminister Spahn mit. Über seine Rolle informierte die Organisation „Transparency International“ unter anderem im Juni 2019:

    „Bereits als Bundestagsabgeordneter hatte Spahn nebenbei als Teilhaber einer Lobbyagentur eine übermäßige Nähe zu Klienten aus dem Medizin- und Pharmasektor.“

    Der Minister berief damals den Pharma-Manager Markus Guilherme Leyck Dieken zum Leiter der Gematik GmbH, die mehrheitlich in Bundesbesitz ist und die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranbringen soll. Mit Spahns politischer Lobbytätigkeit für Pharmaunternehmen beschäftigte sich 2013 bereits die kritische Organisation „Lobby Control“.

    Gesundheitsminister Jens Spahn (im Hintergrund) und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Kabinettssitzung am 8. April 2020
    © REUTERS / Pool / Markus Schreiber

    Gerade in der Corona-Krise gibt der Bundesgesundheitsminister vor, sich vor allem um das Wohl der Bundesbürger zu sorgen. Der Staat tue alles, um die Bürger zu schützen, behauptete er bereits im Februar auf einer Pressekonferenz. Das ist ebenso von anderen Politikern auf allen Ebenen derzeit zu hören. Damit begründen sie, warum sie erst auf einen Impfstoff warten wollen, bevor die Anti-Corona-Maßnahmen ganz zurückgenommen werden.

    Eingeständnis: Gesundheitswesen nicht an Menschen orientiert

    Was sie nicht sagen, war von einem Universitätsmediziner und einem Rechtsexperten bereits 1997 in der Fachzeitung „Ärzteblatt“ zu lesen:

    „Das im Gesundheitssystem erbrachte Leistungsspektrum orientiert sich primär - völlig zu Recht - an den wirtschaftlichen Überlebenschancen der Leistungserbringer und nicht an den Bedürfnissen der Leistungsnehmer.“

    Die „Leistungserbringer“ sind die Unternehmen, zu denen inzwischen auch die Krankenhäuser als Teil des gesamten auf Ökonomie getrimmten Gesundheitswesens gehören. Die „Leistungsempfänger“ sind die gesunden und kranken Menschen.

    Es ist nicht bekannt, dass sich daran etwas geändert hat, auch nicht in der von der Politik verursachten Corona-Krise – das zeigt sich beim Warten auf den Impfstoff gegen Sars-Cov 2. Passend dazu erklärte Vorzeige-Virologe Christian Drosten in seinem Corona-Podcast beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) am 30. März, „auch die Medizin ist ein Wirtschaftszweig“.

    Mit dem am 27. März vom Bundestag beschlossenen „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ bekam das Bundesgesundheitsministerium weitreichende Vollmachten in der Corona-Krise. „Spahn will volle Befugnisse für sein Ministerium“, kommentierte das vorab die „Ärzte-Zeitung“. Das vom Bundesrat und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bestätigte Gesetz soll nur zeitweilig gelten, nur während der zuvor vom Bundestag ausgerufenen epidemischen Notlage – wahrscheinlich bis der Impfstoff da ist.

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