01:22 26 September 2020
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    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Union und zahlreiche Staaten wollen ihre Ressourcen im Kampf gegen das Coronavirus bündeln. Washington ist allerdings nicht dabei.

    Eine globale Initiative soll die Arbeit an Medikamenten, Tests und Impfstoffen gegen die vom Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 beschleunigen und die Ergebnisse allen Ländern zur Verfügung stellen.

    Wie der WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag sagte, sei die Menschheit mit einer „gemeinsamen Bedrohung konfrontiert“. Die könnten wir „nur gemeinsam besiegen“.

    „Wir müssen sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu allen Mitteln im Kampf gegen Covid-19 haben“, so Ghebreyesus.

    Staatschefs meister Länder sagen Teilnahme zu

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Emmanuel Macron und weitere Staatschefs – außer dem US-Präsidenten Donald Trump – und Vertreter internationaler Organisationen sagten ihre Unterstützung zu.

    Man müsse sicherstellen, dass ein Impfstoff, der in einem bestimmten Land entwickelt werde, in allen Ländern verfügbar sei, sagte Macron in einer Videokonferenz.

    Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versprach armen Ländern Unterstützung.

    „Die Europäische Union wird keine Mühen scheuen, um der Welt zu helfen, im Kampf gegen das Coronavirus zusammenzukommen.“

    Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, müsse man sicherstellen, dass er überall erschwinglich ist.

    Die Partner wollen am 4. Mai auf einem Impfstoff-Gipfel über die weiteren Schritte beraten.

    USA bleiben dem Projekt außen vor

    Die USA beteiligen sich nicht an der Initiative.

    „Es wird keine offizielle US-Beteiligung geben“, sagte ein Sprecher der US-Vertretung am WHO-Sitz in Genf.

    Der US-Präsident Donald Trump hat die WHO als „zu China-freundlich“ kritisiert und die Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation mitten in der Corona-Pandemie eingestellt.

    Entwicklung des Impfstoffes gegen Covid-19

    Nach Angaben von Seth Berkely, Chef der an der Initiative beteiligten internationalen Impfstoff-Allianz Gavi, wird derzeit an mehr als 100 möglichen Impfstoffen gegen das Coronavirus geforscht.

    Weltweit müssten Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Man müsse sicherstellen, dass es genügend Impfstoff für alle geben werde. Gavi arbeite in dieser Frage mit der Weltbank zusammen.

    „Wir dürfen keine Wiederholung der Vorgänge von 2009 haben, als es für Entwicklungsländer zunächst nicht ausreichend und dann zu spät Impfstoff gegen die Grippe H1N1 gab.“

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 2,7 Millionen Menschen in 185 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 192.125 Todesopfer registriert.

    mo/mt/rtr

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    Tags:
    USA, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Coronavirus