22:52 12 Juli 2020
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    China hat im Zusammenhang mit Gerüchten über gesundheitliche Probleme von Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un eine Delegation mit Regierungsvertretern und Medizinern in das Nachbarland entsandt. Die südkoreanische Online-Zeitung Daily NK hatte zuvor berichtet, dass Kim nach einer OP am Herzkreislaufsystem eine Therapie durchlaufe.

    Wie Reuters am Samstag unter Berufung auf Insiderquellen meldete, sei die Delegation unter Leitung eines ranghohen Mitglieds der Internationalen Verbindungsabteilung der KP Chinas am Donnerstag von Peking aus abgereist.

    Kim hatte am 15. April überraschend nicht an der traditionellen Veranstaltung zum Geburtstag seines 1994 verstorbenen Großvaters, Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung, teilgenommen. 

    Der Nachrichtensender CNN meldete unter Hinweis auf einen US-Regierungsvertreter, Washington verfolge Geheimdienstinformationen, wonach Kim nach einer Operation in großer Gefahr schwebe. Eine südkoreanische Quelle sagte gegenüber Reuters hingegen, dass Kim am Leben sei und wahrscheinlich bald wieder auftauchen werde.

    Die Nachrichtenagentur Yonhap hatte unter Berufung auf Quellen in der südkoreanischen Regierung die Berichte von ernsthaften gesundheitlichen Problemen des nordkoreanischen Staatschefs als unwahr dementiert.

    Auch US-Präsident Donald Trump geht nicht von einer schweren Erkrankung aus. „Ich glaube, der Bericht war falsch“, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Er habe gehört, dass sich der Bericht über angebliche schwere gesundheitliche Probleme auf „alte Dokumente“ stütze. Er habe ein gutes Verhältnis zu Nordkorea und zu Kim Jong Un und hoffe, dass es ihm gut gehe, sagte Trump.

    Pjöngjang schweigt sich zu den Spekulationen über Kim bislang aus.

    ls/sb/rtr

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    CNN, Donald Trump, südkoreanische Agentur Yonhap, südkoreanisches Nachrichtenportal "Daily NK", Reuters, Kim Jong Un, Südkorea, China, Nordkorea