21:52 29 Oktober 2020
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    Die UN-Unterstützungsmission für Libyen (UNSMIL) vermeldet massive Verstöße gegen das Waffenembargo und bezeichnet das nordafrikanische Kriegsgebiet als ein „Experimentierfeld“ für neue Waffen.

    Man wisse auch, woher die Waffen kommen, die in Libyen auftauchen.

    „Wir kennen die regionalen Brandstifter, primär die Türkei und die Emirate“, sagte die amtierende UN-Sonderbeauftragte für Libyen, Stephanie Williams.

    Nach Angaben von Williams werde das geltende Waffenembargo von einigen Staaten trotz der entsprechenden Zusagen bei der Berliner Libyen-Konferenz unverhohlen verletzt. Laut Williams kämen aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten Schiffe und Frachtflüge, die den Kriegsparteien Waffen liefern.

    Zuvor hatte der Bundesaußenminister Heiko Maas gemeinsam mit seinen Kollegen aus Frankreich und Italien sowie dem EU-Außenbeauftragten einen Appell an die Kriegsparteien in Libyen gerichtet, in dem sie ihre Besorgnis über die Situation im nordafrikanischen Land äußerten.

    Seit neun Jahren wütet in Libyen ein heftiger Bürgerkrieg, nachdem 2011 der dortige Herrscher Muammar al-Gaddafi mit Hilfe westlicher Länder gestürzt wurde. In dem ölreichen und bevölkerungsarmen Land kämpfen unzählige Konfliktparteien um Macht und Einfluss, oftmals mit ausländischer Unterstützung. Nach UN-Angaben hat es schon mehr als 850 Verstöße gegen die Mitte Januar ausgehandelte Waffenruhe gegeben.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Verstöße, Waffenruhe, Konfliktparteien, Lieferung, Waffen, UN-Mission, Bürgerkrieg, Libyen