05:29 28 September 2020
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    Die südkoreanische Regierung hat keine Merkmale registriert, die Gerüchte über Gesundheitsprobleme des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong-un bestätigen würden. Dies meldet am Montag die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Vereinigungsministerium.

    Was die Gerüchte über etwaige Gesundheitsprobleme von Nordkoreas Staatschef betrifft, gibt es demnach weder außergewöhnliche Aktivitäten in Nordkorea noch Merkmale, die diese Spekulationen bestätigen würden.

    Der Berater des südkoreanischen Staatschefs, Moon Chung-in, teilte zuvor gegenüber dem TV-Sender CNN mit, dass Kim Jong-un „am Leben und gesund“ sei. „Die Position unserer Regierung ist fest“, kommentierte er den Gesundheitszustand des nordkoreanischen Staatschefs.

    „Er befindet sich seit dem 13. April in der Region Wonsan. Es wurden keine verdächtigen Fortbewegungen entdeckt.“

    Am Montag berichtete die nordkoreanische Zeitung „Rodong Sinmun“, dass Nordkoreas Staatschef weiter mit Dokumenten arbeite. Er soll eine Dankschrift an Bauarbeiter der touristischen Zone an der Westküste Wonsan-Kalma gesendet haben. Es ist jedoch nicht bekannt, wann genau Kim sich bedankte. Dazu gibt es keine aktuellen Fotos.

    Die auf Nordkorea spezialisierte amerikanische Nachrichtenseite „38 North“ veröffentlichte am Samstag Satellitenbilder, die aus der vergangenen Woche stammen und die den privaten Zug des nordkoreanischen Staatschefs zeigen sollen. Zu den Aufnahmen schrieben die US-Experten, der Aufenthalt des etwa 250 Meter langen Zugs in Wonsan sage nichts darüber aus, wo sich Nordkoreas Staatschef selbst aufhält und wie es um seinen Gesundheitszustand stehe. Allerdings verliehen die Aufnahmen Berichten Gewicht, wonach sich Kim „in einem Gebiet für die Elite an der Ostküste des Landes“ befinde. Der Zug könnte demnach bereits vor dem 21. April an dem Bahnhof eingetroffen sein. Am 23. April sei er noch immer dort gewesen.

    Mehrere Boulevardmedien hatten den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zuvor für tot erklärt. Glaubwürdige Beweise dafür gab es dabei nicht. 

    Spekulationen um Gesundheit von Kim

    Spekulationen über Kims Gesundheitszustand tauchten auf, nachdem Nordkoreas Staatschef die Feier zu Ehren seines verstorbenen Großvaters, des Staatsgründers Kim Il Sung, am 15. April verpasst hatte. Zum letzten Mal war Kim Jong-un am 11. April bei einer Parteisitzung gesichtet worden.

    Der TV-Sender CNN hatte zuvor unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste berichtet, dass Kim „nach einer Operation in ernsthafter Gefahr“ sei.

    Die auf Nordkorea spezialisierte Internetzeitung „Daily NK“ in Südkorea meldete unter anderem, Kim befinde sich nach einem Eingriff am Herz-Kreislaufsystem in Behandlung.

    Laut dem Präsidialamt in Seoul deutet nichts darauf hin, dass Kim mit ernsten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat.

    ak/sb

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    Tags:
    Zug, Medien, Gesundheit, Kim Jong-un, Nordkorea