22:17 19 September 2020
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    Angesichts der niedrigen Ölpreise prüft die US-Regierung laut Finanzminister Steven Mnuchin die Möglichkeit, mehrere hundert Millionen Barrel Öl vom Markt zu nehmen und stattdessen zu lagern.

    Er lobte die Bemühungen des Energieministers, Dan Brouillette, der die Aufnahme von Öl der US-Produzenten in die Strategische Ölreserve der Vereinigten Staaten (SPR) ermöglicht hatte: Brouillette habe hervorragende Arbeit geleistet, sagte Mnuchin während eines Briefings im Weißen Haus über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Industrie.

    „Wir prüfen auch die Möglichkeit, weitere mehrere hundert Millionen Barrel zu lagern, wir ziehen also viele verschiedene Optionen in Betracht“, erklärte der Finanzminister.

    Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, seine Regierung werde demnächst einen Plan zur Unterstützung der US-Ölunternehmen veröffentlichen, der laut Finanzminister Steven Mnuchin die Aufstockung der bereits vorhandenen nationalen Reserven um Millionen Barrel Öl vorsehen könnte.

    Trump verwies darauf, die Förderung der Ölindustrie als oberste Priorität zu erachten.

    „Es ist unglaublich“, sagte Trump angesichts des jüngsten Ölpreissturzes. „Es sind die Preise, die so niedrig sind, und in einigen Fällen lagern wir Öl und werden für die Lagerung bezahlt, weil wir eine enorme Kapazität dafür haben“, sagte Trump. „Was also mit diesen strategischen Reserven passiert ist, ist unglaublich.“

    Am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet, dass US-Ölproduzenten, denen angesichts des Nachfrageeinbruchs der Platz für die Lagerung von Öl ausgeht, den Rohstoff an die Strategische Ölreserve der Vereinigten Staaten liefern. 1,1 Millionen Barrel Öl seien in das Lager der Strategischen Ölreserve gebracht worden. Laut einer Quelle der Agentur hatte das Energieministerium mit Ölunternehmen Abkommen geschlossen, die die Unterbringung von 23 Millionen Barrel Rohöl vorsehen.

    Die Vereinbarungen zwischen dem Energieministerium und US-Ölunternehmen waren vor dem Hintergrund des drastischen Ölpreissturzes in den zurückliegenden Wochen erzielt worden.

    Die Mai-Futures für die US-amerikanische Ölsorte WTI waren am 20. April erstmals in der Geschichte ins Negative gerutscht. Auf der New Yorker Warenterminbörse NYMEX kostete der WTI-Kurs minus 40,32 Us-Dollar pro Barrel. Der Ölpreissturz war auf die niedrige Nachfrage nach Rohöl und die überfüllten Öllager in den USA zurückzuführen. Angesichts dessen beauftragte der US-Präsident Donald Trump seine Regierung damit, einen Plan zur Förderung der einheimischen Öl- und Gasunternehmen zu entwickeln.

    asch/ae/sna/rtr

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    Ölpreise, Ölpreis, Rohöl, Erdöl, Öl, Steven Mnuchin, USA