14:15 30 Oktober 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    211316
    Abonnieren

    Die syrische Führung tritt laut dem syrischen Außenministerium eindeutig gegen Israels Absichten auf, palästinensische Gebiete im Westjordanland zu annektieren, und verurteilt diese. Dies ist einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums der Arabischen Republik Syrien zu entnehmen.

    Solche Aktionen würden gegen internationale Abkommen verstoßen und seien eine Aggression gegen Palästina, heißt es in dem Dokument.

    „Syrien drückt einen starken Protest und eine strikte Ablehnung gegen die Erklärung des israelischen Premierministers aus, weitere palästinensische Gebiete im Westjordanland anzuschließen (…), was als aggressives Verhalten angesehen wird (...) Dies ist eine anhaltende Verletzung und Missachtung internationaler Gesetze und Vereinbarungen bezüglich des rechtlichen Status der besetzten Gebiete, vor allem nach der israelischen Entscheidung über Jerusalem und den syrischen Golan“, heißt es in der Erklärung.

    Bedrohung für Sicherheit und Stabilität

    Syrien forderte die internationale Gemeinschaft auf, unverzüglich zu handeln, um die „Arroganz“ Israels und der Vereinigten Staaten zu unterbrechen und die Legitimität des Völkerrechts aufrechtzuerhalten, da solche Maßnahmen „eine echte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region und der Welt darstellen“, wird in dem Dokument betont.

    Der UN-Sonderkoordinator für die Nahost-Regelung, Nikolai Mladenow, sagte am 23. April, dass die Annexion von Gebieten im Westjordanland durch Israel die Tür für Verhandlungen schließen und den Frieden in der Region gefährden würde.

    Kampfhubschrauber der israelischen Armee im Einsatz (Archivbild)
    © Sputnik / Pressedienst der israelischen Armee / Handout
    Laut der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, teilt Russland die Befürchtung, dass die Umsetzung der in den Medien veröffentlichten Pläne der künftigen israelischen Koalitionsregierung zur Annexion eines Teils des Territoriums des Westjordanlandes die Aussicht auf die Schaffung eines unabhängigen und territorial kontinuierlichen palästinensischen Staates untergraben könnte.

    „Deal des Jahrhunderts“

    US-Präsident Donald Trump legte am 28. Januar einen Friedensplan vor, der als „Deal des Jahrhunderts“ bekannt ist. Der Plan des Weißen Hauses erkennt Jerusalem als die einzige und unteilbare Hauptstadt Israels an, eröffnet Israel die Möglichkeit, die palästinensischen Gebiete im Westjordanland zu annektieren und seine Souveränität auf das Jordantal auszudehnen. Zudem schlägt er die Schaffung eines entmilitarisierten palästinensischen Staates vor, dem die Kontrolle über seine Grenzen und seinen Luftraum entzogen sei. Als zukünftige Hauptstadt Palästinas sieht der Plan das Dorf Abu Dis in den östlichen Vororten Jerusalems vor.

    Die Palästinenser und eine Reihe arabischer Länder haben diesen Plan nicht akzeptiert, da er ihrer Meinung nach den Palästinensern das Recht auf die in den UN-Resolutionen festgelegten Gebiete entzieht. Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, lehnte den neuen Plan ebenfalls ab und erklärte, dass die Palästinenser auf der Anerkennung ihres Staates in den Grenzen von 1967 mit der Hauptstadt in Jerusalem bestehen würden.

    ek/mt/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Schweres Erdbeben erschüttert die Türkei und Griechenland – Videos
    Das müssen Putin und Merkel wissen – Gysi über Verhältnis zu Russland und Berlin als Hauptvermittler
    Tödliche Messerattacke in Nizza: Das fanden Ermittler am Tatort
    „Schaut euch das an!“: F-16 startet Abfangmanöver direkt über Trumps Kopf – Video
    Tags:
    Proteste, UN-Resolution, Golanhöhen, Palästinenser, Israel, Syrien