20:10 03 Juli 2020
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    Die Streitkräfte Venezuelas bleiben nach dem gescheiterten Invasionsversuch kolumbianischer Militanter auf See einsatzbereit, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes.

    Innenminister Nestor Reverol hatte am Sonntag mitgeteilt, dass im Norden des Landes das Eindringen kolumbianischer Militanter auf See verhindert wurde. Die Angreifer hätten versucht, in Schnellbooten das Land zu betreten.

    Wie der Vorsitzende der Nationalen Verfassungsversammlung Venezuelas, Diosdado Cabello, präzisierte, seien bei der Abwehr der Attacke acht Angreifer getötet und zwei weitere festgenommen worden. Einer der beiden Festgenommenen soll Agent der Drogenbekämpfungsbehörde der USA sein.

    Alle Militärverbände auf dem Territorium des Landes sind einsatzbereit und darauf vorbereitet, umgehend auf jegliche Bedrohung zu reagieren. Wir bekräftigen unsere absolute Treue zum Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro, und unsere Verpflichtung, die Souveränität und Unabhängigkeit des Staates zu garantieren“, hieß es.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden während der Abwehroperation Waffen sichergestellt, die teilweise beim versuchten Staatsstreich am 30. April 2019 genutzt worden seien. Derzeit werde am Meeresboden nach Waffen gesucht, die nach dem Kentern eines der gegnerischen Schiffe ins Wasser gefallen sein könnten. Zur Fahndung nach an dem Angriff beteiligten Personen werden Streifengänge in den anliegenden Küstengebieten durchgeführt. 

    Das Verteidigungsministerium teilte außerdem mit, dass Präsident Maduro nach der versuchten Invasion eine neue Phase von Militärübungen in Venezuela angekündigt hat.  

    „Unser Präsident Nicolas Maduro hat eine neue Phase der Übungen ‘Bolivarianischer Schild’ auf dem Territorium des Landes, vor allem an der Küste, verfügt, damit Land, See und Luftraum untersucht werden und nach verdeckten Zellen gesucht wird, die den Frieden stören wollen“, heißt es in der Mitteilung des Verteidigungsamtes.

    Der staatliche Fernsehsender VTV brachte die angekündigten Manöver mit dem jüngsten Einmarschversuch in Verbindung.  

    In Venezuela hatten Anfang 2019 Massenproteste gegen Präsident Nicolas Maduro begonnen, der kurz davor für seine zweite Amtszeit als Präsident vereidigt worden war. Juan Guaido, der Chef des oppositionsorientierten Parlaments, ernannte sich vor Tausenden Demonstranten zum Übergangspräsidenten. Die USA sowie zahlreiche lateinamerikanische Länder sicherten dem Parlamentschef prompt ihre Unterstützung zu. Maduro nannte Guaido eine Marionette der USA. Russland, China, die Türkei und einige andere Länder erkannten Maduro als legitimen Präsidenten Venezuelas an.

    ls/sb

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    Tags:
    Juan Guaido, Diosdado Cabello, Nicolas Maduro, Kolumbien, Venezuela