23:41 06 Juli 2020
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    Die Linke hat den Umgang der Bundesregierung mit dem 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus scharf kritisiert. In einem Antrag forderte die Bundestagsfraktion der Linken, den 8. Mai zu einem bundesweiten gesetzlichen Gedenktag zu erklären.

    „Eine Kranzniederlegung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an einem sowjetischen Ehrenmal in Berlin wäre an diesem historischen Tag ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Würdigung gewesen“, sagte die Obfrau der Linken im Auswärtigen Ausschuss, Sevim Dagdelen, am Donnerstag. Sie selbst legte am Mittag einen Kranz am sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten nieder.

    „Russland den würdigen Dank für die Befreiung vom deutschen Faschismus aus kleinkariertem tagespolitischem Kalkül zu verweigern, ist beschämend und geschichtsvergessen“, monierte Dagdelen.

    Die Linke danke den Befreiern. Ihre Fraktion forderte im Bundestag die Regierung auf, den 8. Mai zu einem bundesweiten gesetzlichen Gedenktag zu machen. Der Antrag fand am Donnerstag aber keine Mehrheit. Ihm stimmten neben der Linken nur die Grünen zu.

    Die Spitzen des deutschen Staates werden an diesem Freitag in Berlin der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 75 Jahren gedenken. Vorgesehen ist eine Kranzniederlegung an der Neuen Wache, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird anschließend eine Rede halten.

    An der Gedenkveranstaltung teilnehmen werden auch Bundeskanzlerin Merkel sowie die Präsidenten des Bundestags, Bundesrats und Bundesverfassungsgerichts – Wolfgang Schäuble (CDU), Dietmar Woidke (SPD) und Andreas Voßkuhle.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Russland, Gedenken, Zweiter Weltkrieg, Die LINKE-Partei, Bundesregierung