00:59 11 Juli 2020
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    Die USA ziehen ihre Flugabwehr-Raketensysteme Patriot aus Saudi-Arabien ab und erwägen die Möglichkeit, ihre Militärkapazität im Land zu reduzieren. Dies berichtet die Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf ihre Quellen.

    Nach Angaben mehrerer US-Beamter haben die Vereinigten Staaten vier Patriot-Batterien sowie Dutzende von Militärs abgezogen, die nach einer Reihe von Angriffen auf saudische Öl-Anlagen im vergangenen Jahr dorthin geschickt wurden.

    Außerdem verließen zwei Staffeln US-Kampfjets die Region. Wie die WSJ schreibt, wollen die US-Behörden bald die Möglichkeit erwägen, die Präsenz der US-Marine im Persischen Golf zu verringern.

    „Der Rückzug der Patriot-Raketenabwehrsysteme aus Saudi-Arabien durch das Pentagon sowie andere Reduzierungen basieren auf Schätzungen einiger Beamter, wonach Teheran keine direkte Bedrohung für die strategischen Interessen der USA mehr darstellt“, so die Zeitung.

    Drohnen-Attacken in Saudi-Arabien

    Am 14. September 2019 lösten Drohnen-Angriffe Brände in den größten Ölraffinerien Saudi-Arabiens aus, das Königreich war gezwungen, die Ölproduktion um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

    Zu den Attacken bekannten sich die Huthi-Rebellen, gegen die eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition im Jemen kämpft. Trotzdem behauptet Saudi-Arabien, dass der Iran hinter den Angriffen stehe. Auch US-Außenminister Mike Pompeo machte Teheran dafür verantwortlich. Die Führung in Teheran wies die US-Vorwürfe zurück.

    sm/gs

     

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    Tags:
    Saudi-Arabien, Patriot, USA