06:44 20 Oktober 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat in einem Gespräch mit der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ die USA zu einem gemeinsamen internationalen Kraftakt zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise aufgefordert.

    Die USA und Europa müssten jetzt zusammen arbeiten, um trotz Corona die Weltwirtschaft und den globalen Handel wieder in Schwung zu bringen, sagte Maas. „Diesen Kraftakt kann niemand alleine bewältigen.“

    „Die USA und die EU haben gemeinsam einen außerordentlichen Einfluss, den wir auf der Weltbühne auch nutzen wollen und müssen“, betonte der Chefdiplomat.

    „Auch wenn wir uns das in letzter Zeit öfter aktiv in Erinnerung rufen müssen: Wir stehen auf einem gemeinsamen Wertefundament und wir haben sehr viel mehr gemeinsame Interessen, als gegensätzliche – auch in Fragen der globalen Sicherheit“, so Maas.

    Zudem bezeichnete der Minister das transatlantische Verhältnis neben der europäischen Integration als wichtigsten Pfeiler der deutschen Außenpolitik.

    USA weisen deutsche Kritik an WHO-Zahlungsstopp zurück

    Zuvor wiesen die USA Kritik der Bundesregierung an ihrem Zahlungsstopp für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einem Medienbericht zurück.

    „Unsere höchste Priorität gilt dem Schutz von Leben, nicht öffentlichkeitswirksamen Gesten und kleinlicher Politik”, hieß es in einem Antwortschreiben von US-Außenminister Mike Pompeo an seinen deutschen Kollegen Heiko Maas (SPD), das der „Süddeutschen Zeitung” vorlag.

    Maas hatte den von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Monat verkündeten Stopp der Zahlungen an die WHO kritisiert.

    Zahlungsstopp des größten Beitragszahlers

    Im April hatte US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Zahlungen an die WHO veranlasst. Trump warf der Organisation Missmanagement vor und machte sie für die Vielzahl an Toten durch die Viruserkrankung Covid-19 mitverantwortlich. Durch das Vertrauen der WHO auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und global ausgebreitet, sagte der US-Präsident.

    ns/ae

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    Tags:
    Süddeutsche Zeitung, Augsburger Allgemeine, Krise, Coronavirus, Zusammenarbeit, Donald Trump, Heiko Maas, USA, Deutschland