13:36 09 Juli 2020
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    Der Arzt, Kabarettist und TV-Moderator Eckart von Hirschhausen empfiehlt, nicht mit den coronabedingten Einschränkungen zu hadern. Zudem moniert er ein mangelhaftes Vorgehen der Bundesregierung gegen Verschwörungstheorien.

    Mediziner und Moderator Hirschhausen hat ein besonderes Rezept zur Bewältigung der Einschränkungen: „Man sollte sich sagen: Ich bin freiwillig zu Hause, weil ich das für sinnvoll halte und damit andere Menschen schütze. Und ich versuche, das Beste daraus zu machen“, so der 52-Jährige.

    Psychische Energie nicht vertrödeln

    „Es klingt fast buddhistisch, aber der beste Trick ist: radikale Akzeptanz.“ Je mehr psychische Energie wir damit vertrödelten, der Realität vorzuwerfen, dass wir uns das Ganze anders vorgestellt hätten, desto anstrengender werde es.

    Kritik an Bundesregierung

    Die Bundesregierung sei bisher nicht konsequent genug gegen Verschwörungstheorien und Falschinformationen vorgegangen, kritisierte der TV-Moderator.

    „Ich erlebe zwei Welten – eine offizielle und eine komplette Parallelwelt in den sozialen Medien.“ Dies sei enorm gefährlich, weil sich psychologisch jeder die Informationen suche, die zu seiner Weltsicht passten. Es gebe eine Verstärkung und Verzerrung zugunsten von Hass, Hysterie und Populismus, beobachtet von Hirschhausen: „Von Menschen, die ich eigentlich für vernünftig gehalten habe, bekomme ich Videos weitergeleitet mit den krudesten Typen und Botschaften“, so der Mediziner.

    ba/dpa

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    Tags:
    Psychologie, Fernsehen, Kabarettist, Mediziner, Gesellschaft, Krise, Pandemie, Covid-19, Coronavirus