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    Moskau hat die Medienberichte zu Kenntnis genommen, wonach US-Präsident Donald Trump Russland angeblich nicht in die Liste der Länder aufgenommen habe, mit denen Washington Pläne für eine gemeinsame Monforschung erörtern wolle. Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow teilte dies gegenüber der Agentur RIA Novosti am Montag mit.

    Sollten diese Informationen wahr sein, so Rjabkow, dann spiegeln sie nur die Absichten der Vereinigten Staaten wider, ihre eigene Überlegenheit im Weltraum sicherzustellen.

    „Natürlich haben wir die entsprechenden Botschaften registriert. Sie werden von uns als Spiegelbild der bekannten US-Linie wahrgenommen, die darauf abzielt, die eigene Überlegenheit im Weltraum zu behaupten, und die Ansätze für Weltraumerkundungsaufgaben zu formulieren, welche im Großen und Ganzen nur den Interessen der USA und ihrer engsten Verbündeten und Gleichgesinnten dienen“, sagte Rjabkow weiter.

    Er betonte, dass ein solcher Ansatz die Chancen auf eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung von Problemen im Zusammenhang mit der Weltraumforschung verringern würde. Es sei aber nicht zu spät für die Vereinigten Staaten, zu einer gemeinsamen Bewältigung dieser Aufgabe zurückzukehren.

    „Es scheint uns, dass diese Linie die Chancen verringert, wirklich kollektive und für beide Seiten vorteilhafte Algorithmen zur Lösung der Aufgabe zu finden, mit der alle Länder mit dem entsprechenden technischen, wissenschaftlichen und industriellen Potenzial früher oder später auf einer praktischen Ebene konfrontiert werden. Es ist nicht zu spät, auf die Wege der gemeinsamen Analyse und gemeinsamen Lösung relevanter Aufgaben zu wechseln, zumal es spezialisierte internationale Plattformen gibt. Diese arbeiten unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und sind dafür sehr gut geeignet“, so der Vizeaußenminister.

    Moskau sei weiterhin „auch zu diesem Thema“ offen für den bilateralen Dialog mit den USA. „Bisher haben wir jedoch die Bereitschaft von Washington zur Diskussion nicht wahrnehmen können“, fügte Rjabkow hinzu.

    USA wollen Bergbau auf Mond

    Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete zuvor unter Berufung auf eigene Quellen, dass die US-Regierung den Entwurf eines neuen internationalen Abkommens über den Bergbau auf dem Mond vorbereiten würde. Es sei geplant, Kanada, Japan, die Europäische Union (EU) und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einzubeziehen. Russland würde zunächst nicht zu den Vertragsparteien gehören, hieß es bei Reuters.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Bergbau, Mond, Weltraumforschung, USA, Russland, NASA, Roskosmos