03:33 14 Juli 2020
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    Der Iran braucht laut dem offiziellen Sprecher der iranischen Regierung, Ali Rabiei, keine Verhandlungen mit der Führung der Vereinigten Staaten, um Gefangene mit diesem Land auszutauschen. Dies teilte er gegenüber Medien am Montag mit.

    Zuvor hatte Reuters berichtet, dass die USA Gefangene mit dem Iran austauschen und den iranischen Wissenschaftler Sirous Asgari aus dem Land deportieren könnten. Nach Angaben der Agentur soll der Vize-Direktor der iranischen Interessenabteilung der pakistanischen Botschaft in Washington, Abolfazl Mehrabadi erklärt haben, dass Asgari, der sich mit Coronavirus infiziert hatte, unter ärztlicher Aufsicht der US-Einwanderungsbehörden stehe und auf die Erlaubnis zum Verlassen des Landes warte.

    Wir sind zum Austausch aller Gefangenen bereit. Dies gilt für absolut jeden, der sich nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Ländern der Welt befindet. Für die Freilassung amerikanischer und iranischer Gefangener und deren Austausch besteht keine Notwendigkeit, auf Vermittlung (anderer Parteien) oder Verhandlungen zurückzugreifen“, sagte Rabiei, wie aus dem vom Informationsportal der iranischen Regierung veröffentlichten Video hervorgeht.

    Ihm zufolge können Teheran und Washington Gefangene über die Schweiz austauschen, die bereits über ähnliche Erfahrungen verfügt und deren Botschaft die Interessen der USA in Teheran vertritt. Zuvor betonte Rabiei Teherans Bereitschaft, einen Austausch ohne Vorbedingungen nach dem Prinzip „alle gegen alle“ durchzuführen.

    Ähnliche Präzedenzfälle hatte es bereits gegeben. Das letzte Mal passierte dies Anfang Dezember 2019: Der Iran ließ einen amerikanischen Studenten frei, Xiyue Wang, der der Spionage beschuldigt wurde, und die Vereinigten Staaten ließen die Anklage gegen den iranischen Biologen Masoud Soleimani fallen, der beschuldigt wurde, die US-Sanktionen gegen den Iran verletzt zu haben. Dabei äußerte der Iran noch im vergangenen Jahr, dass ein erfolgreicher Austausch nicht die Grundlage für den Dialog zwischen Teheran und Washington zu den Fragen der bilateralen Beziehungen schaffe.

    Die Vereinigten Staaten hatten den Iran mehrmals aufgefordert, inhaftierte US-Bürger freizulassen. Der iranische Präsident Hassan Rohani erklärte darauf, Teheran sei bereit, „allerdings ist der Ball auf amerikanischer Seite“.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Bereitschaft, Gefangenenaustausch, USA, Iran