12:19 31 Oktober 2020
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    Kuba hat der US-Regierung Mitschuld an einem Angriff auf die kubanische Botschaft in Washington vor zwei Wochen gegeben.

    Wie der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez am Dienstag mitteilte, handle es sich dabei um einen Terroranschlag. Dieser sei nach Ansicht von Rodriguez sowohl auf einen von der US-Regierung gegen Kuba geführten „Diskurs des Hasses“ als auch auf eine permanente Anstiftung zur Gewalt durch Politiker und extremistische Gruppen in den USA zurückzuführen. 

    In der Nacht zum 30. April waren offenbar mit einem Sturmgewehr zahlreiche Schüsse auf die kubanische Botschaft in der US-Hauptstadt abgefeuert worden. Dabei hatte es weder Tote noch Verletzte gegeben. Ein 42-jähriger Verdächtiger wurde später festgenommen.

    Wie die Zeitung „Washington Post“ berichtete, sagte der Verdächtigte, dass er auf den Botschafter geschossen hätte. Nach Angaben der Zeitung gab der mutmaßliche Schütze an, in Kuba geboren worden zu sein und seit 2007 in den USA zu leben, wo er politisches Asyl beantragt habe. Gerichtsunterlagen zufolge hatte der Mann in der Vergangenheit an Geistesstörungen gelitten.

    Laut dem kubanischen Außenminister habe der Mann Verbindungen zu einer christlichen Kirche am Rande der US-Stadt Miami gehabt, die antikubanische Positionen vertrete.

    Nach vorsichtigen Annäherungen während der Amtszeit des US-Präsidenten Barack Obama hatten sich die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba zuletzt wieder verschlechtert. Der amtierende US-Präsident Donald Trump hatte beispielsweise das Embargo gegen den sozialistischen Inselstaat verschärft. Washington wirft der kubanischen Regierung vor, das eigene Volk zu unterdrücken und den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro in Venezuela zu stützen.

    ac/mt/dpa

     

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    Botschaft, Schütze, Rhetorik, USA, gegen, Vorwürfe, Bruno Rodriguez Parrilla, Außenminister, Kuba