11:03 05 August 2020
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    Obwohl die von Russland geführte Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) und die Nato verschiedene Herangehensweisen an die Lösung von großen internationalen Problemen haben, gibt es keine unmittelbare Gefahr eines Militärkonfliktes zwischen den Bündnissen.

    Diese Meinung äußerte der OVKS- Generalsekretär Stanislaw Sas am Freitag gegenüber der Agentur RIA Novosti.

    „Es besteht keine unmittelbare Gefahr eines Militärkonfliktes mit der Nato. Selbst wenn  Differenzen, verschiedene Herangehensweisen an die Lösung von großen internationalen Problemen und Herausforderungen vorhanden sind, wird es keine Gründe für einen solchen Konflikt geben“, sagte Sas.

    „Zumal hoffen wir darauf, dass es der politischen Elite und der Gemeinschaft der Nato-Staaten,  genauso wie uns, klar ist, dass ein solcher Konflikt global katastrophal sein könnte“, fügte er hinzu.

    Zugleich sei es der OVKS klar, dass die aktuelle militär-politische Lage sowohl in Europa, als auch in der Welt kompliziert sei. 

    „Jegliche Situationen, die mit ihrer Änderung zusammenhängen, werden aufmerksam verfolgt und analysiert. Der Ausbau der militärischen Kapazitäten und der militärischen Infrastruktur der Nato unweit der OVKS-Grenzen und der Maßstäbe gemeinsamer Manöver (bis zu 40 großangelegte Militärübungen jährlich) kann nicht umhin Besorgtheit auszulösen“, betonte Sas.

    All dies verlange objektiv eine adäquate Reaktion der OVKS und eine ständige Bereitschaft auf das Reagieren auf mögliche Krisensituationen.

    „Daher werden politisch-diplomatische Maßnahmen des Reagierens erarbeitet. Die militärische Komponente der Organisation wird gestärkt. Es wird ständig an der Erhöhung des Kampfpotentials der Truppen (der Kollektiven Kräfte) der OVKS und an der Vervollkommnung ihres Verwaltungssystems gearbeitet“, bemerkte der OVKS-Generalsekretär.   

    Ihm zufolge zielen alle diese Maßnahmen ausschließlich auf die Gewährleistung der kollektiven Sicherheit, der territorialen Integrität und Souveränität der OVKS-Teilnehmerstaaten ab.

    Die OVKS

    Der im Jahre 2002 gegründeten OVKS gehören Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan, Russland und Tadschikistan an. Einen Beobachterstatus haben Afghanistan und Serbien. 

    ns/ae/sna

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    Tags:
    Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, Weißrussland, Armenien, Serbien, Afghanistan, Stanislaw Sas, Militärkonflikt, Gefahr, OVKS, NATO