12:20 06 Juli 2020
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    Das von den Demokraten kontrollierte US-Repräsentantenhaus hat ein neues Hilfspaket in Höhe von drei Billionen US-Dollar (2,8 Billionen Euro), mit dem die sozialen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie abgemildert werden sollen, beschlossen. Das gab der TV-Sender CNBC bekannt.

    Für dieses Dokument stimmten demnach am Freitag in Washington 208 Abgeordnete. Weitere 199 votierten dagegen. 

    Die von den Demokraten eingebrachte Gesetzesvorlage sieht unter anderem die Bereitstellung von etwa einer Billion US-Dollar an die staatlichen und örtlichen Machtorgane, neue direkte staatliche Zuschüsse an Privatpersonen sowie Hilfe an Arbeitslose, Mieter und Hausbesitzer vor. Pro Kopf sollen 1200 US-Dollar locker gemacht werden.

    Zudem sind Hilfen für Beschäftigte des Gesundheitswesens und der Rettungsdienste, eine Ausweitung der Lebensmittelhilfen für arme Familien und zusätzliche Finanzhilfen für kleine Firmen vorgesehen.

    Nun  steht der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ein „Handel“ mit dem von den Republikanern kontrollierten Senat und dem Weißen Haus bevor.

    Republikaner gegen Hilfspaket

    Sowohl die Republikaner, als auch das Weiße Haus hätten sich gegen den Schritt gestellt. Dies hatten sie damit begründet, dass seit dem letzten Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspaket nicht genug Zeit vergangenen sei, um entscheiden zu können, ob die US-amerikanische Wirtschaft solche gigantischen Geldspitzen benötigt.  

    Indes äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, skeptisch gegenüber dem Gesetzentwurf. McConnell will nach eigenen Worten wie auch andere Republikaner die Ergebnisse der Umsetzung des zuvor bereitgestellten Billionen Dollar schweren Hilfspakets sehen, bevor sie ein anderes Paket aufnehmen würden.

    Ende März hatte  der US-Senat den Gesetzentwurf zur Bereitstellung von zwei Billionen US-Dollar zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie verabschiedet.

    Coronavirus-Fälle in den USA

    In den USA, die das am stärksten betroffene Land weltweit sind, haben sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität nach dem Stand zum Samstag, um 09.33 Uhr, mehr als 1,4 Millionen Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Toten stieg auf 87.568. Weltweit sind mehr als 4,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. 307.736 sind gestorben.

    ns/ae/sna 

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    Tags:
    Pandemie, Coronavirus, Nancy Pelosi, Mitch McConnell, Hilfspaket, TV-Sender CNBC, US-Repräsentantenhaus, US-Kongress