14:07 22 September 2020
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    Die wachsende russische Militärpräsenz in der Arktis bedroht laut dem stellvertretenden Assistenten des US-Außenministers für europäische und eurasische Angelegenheiten, Michael Murphy, die U-Boot-Abwehrlinie der Nato im Nordatlantik.

    „China und Russland bestreben zunehmend, die Interessen der Vereinigten Staaten, des Westens und der Alliierten herauszufordern <...> Und die Arktis ist keine Ausnahme“, sagte der amerikanische Diplomat am Freitag bei einem Briefing.

    Russland schaffe das gemeinsame strategische Kommando auf der Basis der Nordflotte und baue seine Infrastruktur in der Region aus, sagte Murphy.

    „Auf der Kola-Halbinsel wurde die Stationierung von S-400-Systemen angekündigt: Ein solcher militärischer Bau geht über die territoriale Verteidigung hinaus“, so Murphy weiter.

    „Dies ist ein Teil des Kräfteausbaus im Nordatlantik, der die USA und Kanada im Falle einer Krise daran hindern soll, zu reagieren und sich neu zu gruppieren, wodurch die GIUK-Lücke (eine gedachte Linie zwischen Grönland, Island und dem Nordende des Vereinigten Königreichs – Anm.d.Red.) gefährdet wird.“

    Im September 2019 hatte Russland begonnen, die in der Region stationierten Einheiten mit S-400-Komplexen auszurüsten. Als Erstes erhielt die  Flugabwehrraketensysteme ein Regiment auf der Insel  Nowaja Semlja des Südarchipels.

    Im Dezember sagte der Kommandeur der Nordflotte, Alexander Moiseew, dass alle arktischen Divisionen der Nordflotte S-400-Komplexe erhalten würden.

    sm/gs

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    Tags:
    Bedrohung, Arktis, US-Außenministerium, Nordatlantik