00:26 12 Juli 2020
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    Spezialisierte internationale Strukturen und Menschenrechtsaktivisten sollten auf die Sperrung von drei russischen Medienchannels durch den YouTube-Video-Hosting reagieren, erklärte am Mittwoch das Außenministerium Russlands.

    Früher wurde bekannt, dass der Service das YouTube-Konto des TV-Senders „Krim 24“ sowie der Nachrichtenagenturen „Anna News“ und „News Front“ gelöscht hat. Im Außenamt wurde darauf hingewiesen, dass die entsprechende Entscheidung unter einem eindeutig vorgetäuschten Vorwand getroffen worden sei. 

    Diplomaten äußerten in diesem Zusammenhang, dass „Krim 24“ eine der beliebtesten Informationsquellen auf der russischen Halbinsel sei, nach deren Sperrung etwa 30.000 Abonnenten den Zugang zu Videomaterialien, die zig Millionen Aufrufe hatten, verlieren. 

    „Die Tatsache, dass YouTube keine überzeugenden Fakten zur Erklärung seiner Aktionen lieferte sowie dass die Beschwerde des Channel-Teams immer noch unbeantwortet bleibt, ist inakzeptabel“, so das Außenministerium. 

     „Akt der Diskriminierung“ 

    Das Ministerium stuft die Aktionen des Video-Hostings als einen „Akt der Diskriminierung“  russischsprachiger Medienressourcen ein. 

    Das Außenamt beklagte zudem, dass die Politik der amerikanischen Behörden die internationalen Verpflichtungen der USA zur Gewährleistung des freien Zugangs zu Informationen, der Medienfreiheit und der freien Meinungsäußerung grob verletze.

    ao/mt/sna

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    Tags:
    Diskriminierung, Russland, Krim, Medien, Youtube