SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    45980
    Abonnieren

    Die Vereinigten Staaten werden bald mit Russland Rüstungskontrollverhandlungen führen. Dies gab der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Robert O'Brien, gegenüber dem TV-Sender „Fox News“ bekannt.

    In einem Interview mit dem TV-Sender kündigte O'Brien „Verhandlungen in gutem Glauben“ mit der russischen Seite an. Auf die Frage, ob das Weiße Haus aus dem New-Start-Vertrag austreten werde - wie es bei dem Vertrag über den Offenen Himmel der Fall war - antwortete der Nationale Sicherheitsberater: „Nein, das denke ich nicht“.

    Ferner erläuterte er, dass in Washington für die Verhandlungen ein starkes Team gebildet worden sei. Der US-Präsident habe einen Delegierten gewählt, der dieses Team anführen werde: Marshall Billingslea. Darüber hinaus hätten sie „Menschen aus dem Energie-, Verteidigungs- und Außenministerium“, die sich auf die Verhandlungen mit Russland vorbereiten würden.

    „Wir wollen eine bedeutungsvolle Rüstungskontrolle. Also, ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir mit Respekt in Richtung New-Start-Vertrag vorrücken werden.“  

    Zuvor hatte die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine Quelle berichtet, dass das Treffen des US-Präsidentschaftsgesandten für Rüstungskontrolle, Marshall Billingslea, und des russischen Vizeaußenministers, Sergej Rjabkow, zum Thema New-Start-Vertrag höchstwahrscheinlich in Wien stattfinden werde.

    New-Start-Vertrag

    Der als „New START“ (russ. SNV-III) bekannte Vertrag wurde am 8. April 2010 von den damaligen Präsidenten Russlands und der USA, Dmitri Medwedew und Barack Obama, in Prag unterzeichnet. Es ist derzeit das einzige noch geltende Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA. Bislang hat die US-Regierung noch nicht entschieden, ob sie eine Verlängerung des Abkommens beabsichtigt.

    Der Vertrag sieht vor, dass jede Seite ihre Atomwaffenarsenale soweit reduziert, dass sie  über maximal 700 interkontinentale ballistische Raketen, U-Boot-gestützte ballistische Raketen und schwere Bomber sowie 1550 Sprengköpfe und 800 stationierte und nicht stationierte Raketenabschussanlagen verfügt.

    Das Dokument ist bis Februar 2021 gültig.

    US-Ausstieg aus „Open Skies“

    US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag den Ausstieg seines Landes aus dem Vertrag über den Offenen Himmel mit Russland verkündet. „Russland hat den Vertrag nicht eingehalten“, sagte Trump zur Begründung vor Journalisten. „Also werden wir, bis sie sich daran halten, aussteigen.“

    Die USA werden nach Worten von State Secretary Mike Pompeo in sechs Monaten den Vertrag über den Offenen Himmel verlassen.

    Der so genannte „Open Skies“-Vertrag von 1992 zur gegenseitigen militärischen Luftüberwachung erlaubt mehrere Beobachtungsflüge pro Jahr im Luftraum der Vertragspartner. Den Vertrag, der 2002 in Kraft trat, unterzeichneten insgesamt 34 Staaten.

    ak/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Für Menschen lebensbedrohlich: Hasenpest breitet sich weiter aus
    200 Corona-Tote obduziert: Rechtsmediziner plädiert gegen Einschüchterung mit „Killervirus“
    „Weiterhin treu zum russischen Markt stehen“: Logistikunternehmen Kühne+Nagel gedeiht in Russland
    Die Agenda der „Bild“  – Wieviel US-Einfluss steckt im Axel-Springer-Konzern?
    Tags:
    Vertrag über den Offenen Himmel, Rüstungskontrolle, Weißes Haus, Robert O'Brien, Verhandlungen, Russland, USA