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    Die USA werden Optionen prüfen, um nach dem Ausstieg aus dem Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies) ihren Verbündeten zusätzliche Bilder vom russischen Staatsgebiet zur Verfügung zu stellen. Das folgt aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Pentagons.

    „Die Vereinigten Staaten stehen in engem Kontakt mit ihren Verbündeten und Partnern bezüglich der Vertragsrevision. Wir werden Optionen prüfen, um den Verbündeten zusätzliche Bilderprodukte zur Verfügung zu stellen, um Folgen der Entstehung jeglicher Lücken zu mildern, die sich aus diesem Austritt aus dem Vertrag ergeben könnten“, heißt es.

    US-Ausstieg aus Open-Skies-Vertrag

    Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg seines Landes aus dem Vertrag über den Offenen Himmel mit Russland verkündet.

    Am Freitag sollen die Vereinigten Staaten offiziell ihre Entscheidung über den Ausstritt aus dem Open-Skies-Vertrag bekanntgeben. In sechs Monaten werden die USA frei von den Verpflichtungen im Rahmen dieses Dokuments sein. Zur Begründung sagte Trump, dass Russland den Vertrag nicht eingehalten haben soll.

    Zugleich verwies US-Außenminister Mike Pompeo darauf, dass „Washington seine Entscheidung revidieren wird, sollte Russland den Vertrag strikt einhalten“.

    Zuvor hatte Russland mehrmals die US-Vorwürfe zurückgewiesen, wonach es gegen den Vertrag verstoßen haben soll.

    Open- Skies-Vertrag

    Der Vertrag über den Offenen Himmel war 1992 unterzeichnet worden und 2002 als eine vertrauensbildende Maßnahme in Europa nach dem Kalten Krieg in Kraft getreten. Das Dokument ermöglicht es den Partnern, Informationen über die Streitkräfte und militärische Maßnahmen des anderen offen zu erfassen und auszuwerten. Der Vertrag wurde bislang von 34 Ländern unterschrieben. Das Dokument erlaubt mehrere Beobachtungsflüge pro Jahr im Luftraum der Vertragspartner.

    ns/ae

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    Tags:
    Mike Pompeo, Donald Trump, Pentagon, Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies), USA, Russland