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    Der Pegida-Vorsitzende Lutz Bachmann will Mitglied der AfD in Sachsen werden. Auf seiner Facebook-Seite hat Bachmann einen Screenshot des online ausgefüllten Mitgliedsantrages veröffentlicht.

    „Wenn es dafür notwendig ist, als Vorsitzender von Pegida zurückzutreten, werde ich es tun und in Zukunft als Gastredner – das Recht hab ich wohl – auftreten!“, hieß es in dem Facebook-Post. Die AfD bezeichnete er als eine „Partei der Basisdemokratie“. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet.

    Bachmann habe – wie jeder andere Bürger – das Recht, einen Mitgliedsantrag auf Aufnahme in die AfD zu stellen‎, sagte der Sprecher der AfD Sachsen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der zuständige Kreisverband werde wie mit anderen Mitgliedern ein Gespräch über die Aufnahme führen. „Sollte darüber Uneinigkeit herrschen, wird die Aufnahme im AfD-Landevorstand ‎Sachsen besprochen und schlussendlich entschieden‎.“

    Auf der Unvereinbarkeitsliste der Partei, die eine Mitgliedschaft in der AfD ausschließt, werden zwar die Pegida-Bewegungen in München, Franken und Nürnberg aufgeführt, nicht aber die 2014 in Dresden gegründete Pegida-Bewegung. Die Bewegung gilt als islam- und ausländerfeindlich. Ihr Chef Bachmann ist mehrfach vorbestraft – unter anderem wegen Volksverhetzung.

    Das Verhältnis zwischen Pegida und der AfD gilt als zwiespältig. Bisher lehnte die AfD Sachsen einen Schulterschluss ab. Immer wieder treten aber AfD-Politiker auf Pegida-Demos auf. So sprach etwa der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke im Februar auf der 200. Pegida-Kundgebung in Dresden.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    AfD, PEGIDA