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    Zur Normalisierung der Lage in Europa sollten die USA ihre in einigen EU-Ländern stationierten nichtstrategischen Atomwaffen abziehen. Darauf wies Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow in einem am Freitag in der Moskauer Wirtschaftszeitung "Kommersant" abgedruckten Interview hin.

    Dieser Schritt würde die Diskussion in eine ruhigere Bahn lenken. Mit dem Abzug dieser Waffen auf das eigene Territorium würden die USA samt ihren Verbündeten ohne Atommachtstatus zur Erfüllung des Atomwaffensperrvertrages beitragen, betonte Rjabkow.

    US-Waffen dicht zu russischer Grenze

    Der russische Diplomat erinnerte daran, dass die USA über ein beachtliches Potenzial nicht strategischer Atomwaffen in unmittelbarer Nähe zu russischen Grenzen verfügten.

    Militärexperten zufolge resultiert der Verstoß der USA gegen den Atomwaffensperrvertrag unter anderem daraus, dass Piloten der Bundesluftwaffe für den Ernstfall im Umgang mit in Deutschland eingelagerten US-Atombomben geschult werden.

    Wo würden US-Atombomben abgeworfen?

    Im April hatte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer 30 US-Kampfjets vom Typ F-18 zu einem Stückpreis von 93,4 Millionen US-Dollar bestellt, die eigentlich für den Abwurf atomarer Munition bestimmt sind.

    am/gs/ta

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    Forderung, Sergej Rjabkow, Abzug, Atomwaffen, Deutschland, Europa, USA, Russland