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    Im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung durch die sogenannte „Loverboy“-Methode will die Landesregierung von NRW veine länderübergreifende Initiative starten.

    „Das Problem ist größer als gedacht. Wir brauchen dringend einen bundesweiten Ansatz“, sagte NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) der Zeitung „Rheinische Post“.

    Als „Loverboys“ werden Zuhälter bezeichnet, die jungen Frauen eine Liebesverhältnis vorspielen und sie in ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis bringen. In der Folge zwingen sie die Frauen zur Prostitution.

    Viele junge Frauen würden über soziale Netzwerke angesprochen, die Digitalisierung mache aber an den Ländergrenzen nicht halt. Ein bundesweiter Ansatz sei dringend nötig. Scharrenbach wolle das Thema auf der nächsten Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister der 16 Bundesländer ansprechen und eine Dunkelfeld-Studie auf den Weg bringen.

    „Wir wissen noch zu wenig darüber, wie die Täter genau vorgehen, wie hoch die Dunkelziffer ist und in welchen Fällen die meisten  jungen Frauen zur Polizei gehen – und in welchen nicht.“

    Frühere Studien deuten der Ministerin zufolge darauf hin, dass die Emotionen dabei eine große Rolle spielen: Die Opfer erstatten oft aus Angst und Scham keine Anzeige.

    sm/gs

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    Tags:
    Prostitution, Initiative, NRW