10:47 28 Oktober 2020
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    Das unter der Schirmherrschaft der USA stehende UN-Kommando in Korea hat wegen eines Schusswechsels in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea Anfang Mai dem südkoreanischen Militär wie auch der nordkoreanischen Armee einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen vorgeworfen.

    Laut früheren Berichten war es am 3. Mai zu einem Schusswechsel zwischen Nordkorea und Südkorea über die militärische Demarkationslinie (MDL) gekommen. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

    „Das UN-Kommando in Korea hat die Ermittlung zum Zwischenfall in der MDL zwischen Nord- und Südkorea abgeschlossen und ist zu dem Schluss gelangt, dass sowohl die Koreanische Volksarmee als auch die Streitkräfte der Republik Korea mit ihrem Schusswechsel über die militärische Demarkationslinie das Waffenstillstandsabkommen verletzt haben“, sagte der Sprecher des UN-Kommandos, Lee Peters. 

    Offiziell gilt, dass die Uno kein bewaffnetes Truppenkontingent in Korea habe und das UN-Kommando dort kein Mandat der Weltorganisation besitze. Dabei bleibt das Kommando als Erbe des Korea-Krieges von 1950-1953 in Südkorea unter der Schirmherrschaft der USA erhalten. 

    ​Das Verteidigungsministerium Südkoreas hat Bedauern über die von Lee Peters dargelegte Position geäußert.

    „Wir äußern Bedauern darüber, dass die Ergebnisse der aktuellen Ermittlung des UN-Kommandos ohne eine reale Ermittlung zu den Schüssen der nordkoreanischen Armee veröffentlicht wurden“, zitiert die Agentur Yonhap die Erklärung des Verteidigungsministeriums.

    Die südkoreanischen Soldaten hätten als Antwort auf die Schüsse von Norden aus anweisungsgemäß gehandelt, hieß es. 

    ls/mt

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    Tags:
    USA, Südkorea, Nordkorea