07:30 27 November 2020
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    Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zwischen den Nachbarländern Serbien und Montenegro hat Belgrad der montenegrinischen Fluggesellschaft „Montenegro Airlines“ die Landerechte entzogen.

    Wie der serbische Außenminister Ivica Dacic gegenüber dem regierungsnahen Fernsehsender „TV Prva“ mitteilte, solle diese Maßnahme das Prinzip der Gegenseitigkeit wiederherstellen.

    Dacic zufolge sei dies darauf zurückzuführen, dass serbische Staatsbürger nach Abklingen der Corona-Pandemie nicht nach Montenegro reisen dürften.

    Montenegros Präsident Milo Djukanovic (Archivbild)
    © Sputnik / Alexey Witwizkij (ARCHIVFOTO)

    Am Montag hatte der Balkanstaat Montenegro neue Regeln für die Einreise von Urlaubern bekanntgegeben. Demnach können Menschen aus Ländern, in denen die Rate der aktiven Corona-Infizierten unter 25 pro 100 000 Einwohnern liegt, ab dem 1. Juni frei und ohne Auflagen nach Montenegro einreisen. Momentan erfüllt Serbien dieses Kriterium nicht.

    Nachdem „Montenegro Airlines“ die Landerechte am Belgrader Flughafen „Nicola Tesla“ entzogen wurden, gab die montenegrinische Fluggesellschaft bekannt, dass Serbien weiterhin Teil ihrer Verkehrspläne bleibe.

    „Ungeachtet dieser unerwarteten Entscheidung von Belgrad bleibt Serbien sicherlich ein Teil der Verkehrspläne von Montenegro Airlines, und wir werden versuchen, die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus möglichst schnell zu beheben“, hieß es in der Mitteilung des montenegrinischen Unternehmens.

    Montenegro war von 1918 bis 2006 Teil verschiedener jugoslawischer Staatsverbände, die von Serbien dominiert wurden. In den letzten Monaten entzündete sich ein Konflikt um Rechte und Pflichten der aus Belgrad gesteuerten Serbisch-Orthodoxen Kirche in Montenegro. Der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic hatte ihn Ende 2019 mit einem neuen Kirchengesetz angeheizt, das der serbischen Kirche Enteignungen androht.

    ac/mt/dpa/sna 

     

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    Tags:
    Belgrad, Regeln, Coronavirus, Landung, Rechte, Entzug, Fluggesellschaft, Spannungen, Serbien, Montenegro