00:15 12 Juli 2020
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    Russische Militärhubschrauber haben auf der wichtigen Autostraße M4 in der syrischen Provinz Idlib eine Fahrzeugkolonne eskortiert, mit der Zivilisten unterwegs waren. Dies teilte Pilot Iwan Petrow Journalisten mit.

    Die Kolonne sei auf dem Straßenabschnitt zwischen Ain-Issa und Tal-Tamr unterwegs gewesen, der erst vor kurzem dem Verkehr übergeben worden war, sagte Petrow, der eine der beiden Maschinen gesteuert hatte. Der eine Hubschrauber sei am Beginn der Kolonne geflogen, der andere hinter der Kolonne. Ab und an hätten sich die Maschinen um 180 Grad gedreht und ihre Plätze getauscht.

    „Der vordere Hubschrauber flog etwa fünf bis zehn Kilometer nach vorn, um die Lage auf der Straße und mögliche Gruppierungen zu erkunden. Der hintere Hubschrauber flog zurück und passte auf, dass sich keine verdächtigen Personen der Kolonne von hinten näherten“, sagte Petrow.

    Der 160 Kilometer lange M4-Abschnitt war erst vor kurzem Zivilisten zur Nutzung übergeben worden. Täglich machen sich aus Ain-Issa und Tal-Tamr Zivilisten mit Fahrzeugen in beide Richtungen auf den Weg und werden vom russischen Militär eskortiert. Am ersten Tag sind nach Angaben des Militärs mehr als 400 Menschen in rund 100 Fahrzeugen auf der neuen Route gefahren.

    Russland und Türkei patrouillieren auf M4

    Die wichtige Verkehrsader М4 hatte lange Zeit unter Beschuss gestanden, so dass Zivilisten einen 350 Kilometer langen Umweg machen mussten. Seit März dieses Jahres fahren russische und türkische Soldaten auf der M4 gemeinsam Patrouillen.

    Am 5. März hatten der russische Präsident, Wladimir Putin, und sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip Erdogan, nach mehrstündigen Verhandlungen in Moskau eine Vereinbarung zu Syrien unterzeichnet. Darin bekräftigen sie ihr Bekenntnis zum „Astana-Format“, rufen eine Feuerpause aus und einigen sich auf gemeinsame Patrouillen entlang der Straße М4, die von Kämpfern kontrolliert wurde.

    leo/ae

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    Tags:
    Zivilisten, Eskorte, Hubschrauber, Straße, Idlib, Syrien