06:41 21 Oktober 2020
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    Die USA erwägen im Rahmen ihres Hilfsprogramms für Tunesien eine zusätzliche Brigade –  Security Force Assistance Brigade (SFAB) –  in das Land zu verlegen. Der Hauptgrund dafür sind laut dem US-Kommando für Afrika  (Africom)  Russlands Aktivitäten in Libyen.

    „Da Russland den Libyenkonflikt weiterhin schürt, bereitet die regionale Sicherheit in Nordafrika zunehmend Sorgen. Wir suchen nach neuen Wegen, um auf Bedrohungen der allgemeinen Sicherheit zu reagieren, einschließlich des Einsatzes einer SFAB“, heißt es in einer Erklärung von Africom.

    Die SFABs würden vor allem eingesetzt, um Militärpersonal von Partnerländern auf deren Territorium auszubilden.

    Nach US-Angaben hatte Russland kürzlich Kampfjets nach Libyen zur Unterstützung russischer Militärs im Kampf für den libyschen Marshall Chalifa Haftar entsandt. Die Kampfjets hätten auf dem Weg von Russland nach Libyen einen Zwischenstopp in Syrien eingelegt, wo sie „überstrichen wurden, um ihre russische Herkunft zu verschleiern“, teilte Africom am Dienstag mit. Die Libysche Nationalarmee (LNA) hat die Erklärungen des US-Militärs dementiert.

    Lage in Libyen

    Seit dem von der Nato unterstützten Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi vor neun Jahren steckt Libyen im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt. Die von der UN anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch in Tripolis kontrolliert den Westen des nordafrikanischen Landes und befindet sich in einer Dauerauseinandersetzung mit der Libyschen Nationalarmee von Chalifa Haftar. Diese kooperiert mit dem vom Volk gewählten Abgeordnetenrat, der im Osten Libyens das Sagen hat. Haftar versucht seit April 2019, die Macht in Tripolis zu ergreifen.

    Russland hat wiederholt Berichte über die Teilnahme am Libyen-Konflikt dementiert und die Behauptung, in Libyen hielten sich russische Söldner auf, als fadenscheinig zurückgewiesen. Moskau plädiert für eine friedliche Regelung der Situation in dem afrikanischen Land und steht in Kontakt zu den beiden sich bekämpfenden Seiten.

    sm/gs

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    Tags:
    Russland, Libyen, AFRICOM, Tunesien