02:05 26 November 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat seinen russischen Amtskollegen, Wladimir Putin, nun auch in einem Telefongespräch zu dem kommenden G7-Gipfeltreffen eingeladen, welches nach Ansicht Trumps neben Russland noch drei weitere Länder einbeziehen sollte. Darüber hinaus sprachen sich beide für vertrauensbildende Maßnahmen im militärischen Bereich aus.

    Donald Trump hat die russische Seite über sein Vorhaben informiert, die Staats- und Regierungschefs von Russland, Australien, Indien und Südkorea zum diesjährigen G7-Gipfel einzuladen. Ferner waren sich beide Präsidenten darin einig, dass künftig  ein Dialog im Bereich der strategischen Sicherheit vorangetrieben werden müsse.

    „Die Präsidenten hielten fest, dass die Aktivierung eines russisch-amerikanischen Dialogs im Bereich der strategischen Sicherheit sowie neue vertrauensbildende Maßnahmen  im militärischen Bereich wichtig sind“, hieß es in einer Pressemitteilung des Kremls.

    Auch in der Raumfahrt würden die Staatchefs viel Potenzial für ihre Zusammenarbeit sehen. An dieser Stelle gratulierte Putin seinem Amtskollegen zu dem erfolgreichen Start des Raumschiffes Crew Dragon, das am vergangenen Samstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet war und inzwischen die Astronauten sicher zur  Internationalen Raumstation ISS gebracht hat.

    In Bezug auf die Ölpreise hätten beide Staatschefs betont, dass das Abkommen der Gemeinschaft OPEC+ zu einer stetigen Stabilisierung des Ölmarktes beitrage. Das Abkommen sei nicht zuletzt dank des aktiven Einsatzes Russlands und der USA zustande gekommen. Beide Seiten einigten sich darauf, den Dialog auf verschiedenen Ebenen fortzusetzen. Das Gespräch soll einen betont konstruktiven und inhaltlich-sachlichen Charakter gehabt haben.

    Trump will G7-Format erweitern

    US-Präsident Trump hatte am vergangenen Samstag die Initiative geäußert, den Gipfel der G7-Gruppe auf September zu verschieben und zusätzlich vier Länder einzuladen, die keine Mitglieder des Zusammenschlusses sind. Neben Russland nannte er Südkorea, Australien sowie Indien und begründete dies damit, dass die derzeitige Zusammensetzung der Gruppe nicht zeitgemäß sei.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte daraufhin, dass Moskau in jeder Hinsicht offen für einen Dialog sei, bei Trumps Vorschlag gebe es aber vorerst Klärungsbedarf. So müsste geklärt werden, in welcher Eigenschaft Russland eingeladen werde und was die Tagesordnung des Gipfeltreffens sei.

    Inzwischen ist bekannt, dass die Gipfelteilnehmer über den zukünftigen Umgang mit China beraten sollen. Kommentatoren in Moskau äußerten bereits die Ansicht, dass Russland sich auf keinen Fall einer womöglich von Trump geplanten Anti-China-Fraktion in der Weltpolitik anschließen werde.

    Die USA richten in diesem Jahr das G7-Gipfeltreffen aus. Ein früherer Vorstoß des US-Präsidenten für eine Rückkehr Russlands in die Gruppe war bei den sechs anderen Staaten auf Ablehnung gestoßen.   

    mka/gs/sna

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    Tags:
    Wladimir Putin, Donald Trump, Telefongespräch, G7