18:42 28 Oktober 2020
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    Nach andauernden Ausschreitungen in US-Metropolen hat US-Präsident Donald Trump die Gouverneure der Bundesstaaten in einer Videokonferenz zu härterem Durchgreifen aufgerufen. Dies berichtet die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf eine Audioaufnahme des Gesprächs.

    „Sie müssen dominieren“, sagte Trump bei der Schalte am Montag. „Wenn Sie nicht dominieren, verschwenden Sie Ihre Zeit. Sollten sie sich von den Aufrührern überrennen lassen, würden sie wie ein Haufen Idioten aussehen“.

    Der TV-Sender CNN berichtete dagegen, dass Trump den Gouverneuren empfohlen habe, „die Menschen zu verhaften und vor Gericht zu stellen “.

    „Diese Bewegung wird immer schlimmer, wenn Sie sie nicht unterdrücken. Wenn Sie schwach sind – und die meisten von Ihnen sind schwach –, erhält diese Bewegung die einzige Möglichkeit, erfolgreich zu sein“, sagte Trump nach CNN-Angaben.

    Der US-Präsident habe auch angemerkt, dass „die ganze Welt darüber lacht, dass eine Polizeistation in Minneapolis während der Unruhen niedergebrannt wurde“.

    „Sie müssen die Menschen verhaften, auf die Fahndungsliste setzen, für zehn Jahre ins Gefängnis bringen, dann werden Sie so etwas nicht haben“, sagte der amerikanische Staatschef. „So machen wir das in Washington“.

    Trump in Bunker gebracht

    In Minneapolis und weiteren US-Städten kommt es nach dem Tod des Schwarzen Floyd zu teils gewaltsamen Protesten. Wegen der Proteste vor dem Weißen Haus in Washington hatte der Sicherheitsdienst US-Präsident Donald Trump am Freitag laut CNN für fast eine Stunde in einen Bunker gebracht.

    Floyd war am vergangenen Montag bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen. Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Bei ihm handelt es sich um den weißen Polizisten, der sein Knie minutenlang auf den Hals von Floyd gedrückt hatte.

    Der 46-Jährige hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der Schwarze wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Die Untersuchungen gegen die drei anderen Polizisten dauern an.

    sm/gs

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    Gouverneur, USA, Donald Trump, Proteste