05:42 28 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    13340
    Abonnieren

    Ein Jahr nach dem tödlichen Attentat auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zu einem entschiedenen Vorgehen gegen Rechtsextremismus aufgerufen, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

    „Der Mord an Walter Lübcke mahnt uns, dass wir Vielfalt und Demokratie sehr viel entschiedener verteidigen müssen“, sagte die SPD-Politikerin am Montag laut einer Mitteilung ihres Ministeriums.

    Alle, die von Rechtsextremisten angegriffen und bedroht würden, bräuchten Schutz und Solidarität.

    Mord an Walter Lübcke

    Der 65-Jährige CDU-Politiker war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Kreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Im April hatte die Bundesanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Mörder, Stephan E., Anklage erhoben. Auslöser der Tat sollen Äußerungen Lübckes zur Aufnahme von Flüchtlingen gewesen sein. Die Ermittler gehen von einer rechtsextremistischen Motivation des Verdächtigen aus.

    „Der politische Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war ein Anschlag auf unsere Demokratie. Dieses unfassbare Verbrechen bleibt ein tiefer Einschnitt“, sagte Lambrecht.

    Lübcke sei ermordet worden, weil er sich für Menschen einsetzte, die vor Krieg und Terror geflüchtet seien. „Der Hass hinter der Tat bleibt unbegreiflich.“

    am/

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Lage in Bergkarabach spitzt sich zu: Moskau ruft zur Feuereinstellung und zu Verhandlungen auf
    Paschinjan-Putin-Telefonat : „Eskalation in Bergkarabach muss verhindert werden“
    Angezeigt, remonstriert, suspendiert! Polizist kämpft gegen Corona-Politik
    Tags:
    Kommentar, Mord, Walter Lübcke, Christine Lambrecht, Justizministerium, Deutschland