02:24 14 Juli 2020
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    Das umstrittene Pipeline-Projekt Nord Stream 2 bleibt laut dem russischen Botschafter in Österreich, Dmitrij Ljubinski, mit politischer Unterstützung beider Seiten im Zentrum des russisch-österreichischen Energiedialogs.

    „Die Energiekonzerne Gazprom und OMV arbeiten seit über 50 Jahren eng zusammen. Nord Stream 2, in die OMV aktiv investiert, bleibt im Zentrum des russisch-österreichischen Energiedialogs. Mit politischer Unterstützung beider Seiten“, sagte der Botschafter im Rahmen einer Online-Veranstaltung der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft (ORFG) in Wien.

    Ljubinski betonte, dass die traditionell freundschaftlichen russisch-österreichischen Beziehungen sich trotz der Corona-Krise, die die ganze Welt betrifft, weiterentwickeln.

    „Wir sind auf die systematische Zusammenarbeit mit der Bundesregierung eingestimmt, die in diesem Jahr aus der ÖVP und den Grünen unter der Leitung von Bundeskanzler Sebastian Kurz gebildet wurde, sowie auf die Fortsetzung unserer guten und vertraulichen Kontakte zu allen wichtigen politischen Kräften Österreichs. Wir sind auch bereit, die bilaterale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen weiter zu aktivieren“, fügte der Botschafter hinzu.

    Sanktionen gegen Pipeline-Projekt

    Einige Länder kämpfen gegen die Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline.

    Am Samstag hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, der US-Kongress arbeite derzeit an neuen Sanktionen gegen den Bau der Pipeline. Die USA hatten bereits in der Vergangenheit Sanktionen gegen die Pipeline verhängt. Washington begründete dies mit der Befürchtung, dass sich die EU von russischen Lieferungen abhängig mache würde. Im Grunde aber wollen die USA eigenes Erdgas nach Europa verkaufen.

    Auch die Ukraine sowie einige EU-Staaten hatten sich gegen die Pipeline ausgesprochen. So befürchtet Kiew Einbußen bei den Einnahmen durch den Transit von russischem Gas.

    Vergangenes Jahr hatte sich das Schweizer Unternehmen Allseas, das mit der Verlegung der Gasrohre beauftragt war, nach den angekündigten US-Sanktionen aus dem Projekt zurückgezogen. Seitdem stellt ein russischer Pipeline-Verleger die fehlenden 160 Kilometer fertig. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende 2019 abgeschlossen werden.

    sm/gs

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    Tags:
    Russland, Österreich, Dialog, Energie, Nord Stream 2