20:15 15 Juli 2020
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    Der EU-Chefdiplomat Josep Borrell hat sich neulich in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ zur Auseinandersetzung zwischen China und den USA im Bezug auf Hongkong geäußert. Ihm zufolge werde die Konfrontation zwischen den zwei Ländern das 21. Jahrhundert prägen.

    Die Politik Chinas sei demnach „viel aggressiver“ und seine Diplomatie „aktiver und selbstbewusster“ geworden.

    „Das Virus hat gezeigt, dass die Konfrontation zwischen China und den USA das 21. Jahrhundert prägen wird. Die Drohungen aus Washington, die scharfen Antworten aus Peking, das ist jetzt die neue Normalität“, so Borrell. 

    Der EU-Außenbeauftragte wies jedoch darauf hin, dass die Volksrepublik „ein unverzichtbarer Partner“ für die Europäische Union sei, obwohl zwischen ihnen heutzutage bestimmte Kontroversen existieren würden. Die EU und China hätten laut Borrell unterschiedliche Auffassungen zum Multilaterismus, sie könnten allerdings in manchen Bereichen eine Einigung erzielen, wie beispielsweise in Fragen des Klimaschutzes oder hinsichtlich eines Investitionsabkommens. 

    Borell ruft dazu auf, die Zwangsmaßnahmen zu finden, die Europa gegen die Politik Chinas anwenden könnte. Er plädiert dafür, dass die EU verstehen sollte, was ihre Werte seien, welche Interessen und Fähigkeiten sie habe. Als „Druckmittel“  auf die Volksrepublik bezeichnet der EU-Chefdiplomat Folgendes: 

    „Unsere Werkzeuge haben alle mit der Rolle als wichtigster Handelspartner zu tun. China braucht Europa als Markt für seine Produkte, als Investor und Lieferant von Hightech und auch für die internationale Anerkennung.“

    ao/mt/sna

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    Tags:
    USA, Konfrontation, Europäische Union, China, Josep Borrell