13:39 07 Juli 2020
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    Das Staatliche Untersuchungsbüro der Ukraine hat den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko erneut zum Verhör bezüglich des Abhörens seines Telefonats mit dem Ex-Vizepräsidenten der USA, Joe Biden, vorgeladen.

    Das Verhör ist am 10. Juni vorgesehen. Das Ermittlungsbüro hatte Poroschenko bereits am 29. Mai zum Verhör vorgeladen — er sollte in diesem Fall und über den Fall des Schmuggels einer Gemäldesammlung vernommen wurde. Der Ex-Präsident ist jedoch nicht gekommen, da er den Worten seines Rechtsanwalts Igor Golowan zufolge nicht ordnungsgemäß informiert worden sei. 

    Das Staatliche Untersuchungsbüro der Ukraine hatte letze Woche das Verfahren über das Abhören des Telefongesprächs zwischen Poroschenko und Joe Biden eingeleitet. In der Behörde wurde vermutet, dass die illegale Verwendung spezieller technischer Mittel zur Beschaffung von Informationen dem Staat erheblichen Schaden zufügen könne. 

    Kompromittierender Inhalt des Telefongesprächs 

    Mitte Mai veröffentlichte der ukrainische Abgeordnete Andrej Derkatsch kompromittierende Aufnahmen eines Telefonats, das möglicherweise zwischen Poroschenko und Biden stattgefunden hatte. Seinen Worten zufolge zeuge das Gespräch von internationaler Korruption und Hochverrat des ehemaligen Präsidenten. Poroschenko soll mit Biden die Entlassung von Generalstaatsanwalt Schokin besprochen haben, wofür er eine Finanzhilfe von Biden in Höhe von einer Milliarde Dollar erhalten haben könnte.

    Der US-Vizepräsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Kiew (Archivbild)
    © Sputnik / Pressedienst des ukrainischen Präsidialamtes / Handout / Michail Palintschak

    Es soll  überdies um die Innenpolitik der Ukraine, um die Nationalisierung der ukrainischen „Privatbank“, um den Rücktritt der Regierung von Arseni Jazenjuk und die Einsetzung des Kabinetts von Wladimir Grojsman gegangen sein. 

    Poroschenko behauptet seinerseits, die Aufnahmen seien eine Fälschung

    Die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) hatte Schokin im Jahr 2016 seines Amtes enthoben. Er versuchte, gegen den Parlamentsbeschluss Beschwerde einzulegen, aber ohne Erfolg. 

    ao/mt/sna

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    Tags:
    Ukraine, Verhör, Abhören, Telefonat, Joe Biden, Petro Poroschenko