03:31 14 Juli 2020
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    Im US-Senat ist am Donnerstag ein Gesetzentwurf zur Erweiterung der Sanktionen gegen das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 eingereicht worden. Das teilte der republikanische Senator John Barrasso mit, der an dem Entwurf mitgearbeitet hat.

    Die neuen Strafmaßnahmen sollen demnach die bereits bestehenden Sanktionen gegen Nord Stream 2 ergänzen.

    Den Plan haben insgesamt fünf Abgeordnete unterstützt. Für die Ausweitung der Sanktionen setzt sich unter anderem Ted Cruz, der US-Senator aus Texas, ein.

    Die neuen Sanktionen drohen jenen Unternehmen, die für die Versicherung der für die Fertigstellung des Projekts eingesetzten Schiffe zuständig sind.

    Sanktionsrisiken bestehen auch für die Firmen, die mit Zertifizierung und Inspektionen der Pipeline-Abschnitte beauftragt sind.

    Zunächst hat die Nachrichtenagentur Bloomberg über die mögliche Sanktionsausweitung berichtet. Alle Teilnehmer des Pipeline-Projekts würden „sofort mit ernsten US-Sanktionen konfrontiert sein“, hieß es unter Verweis auf den Entwurf und Aussagen von Cruz.

    Gaspipeline Nord Stream 2

    Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr von der russischen Küste über den Ostseegrund nach Deutschland. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG mit einem einzigen Aktienbesitzer, Gazprom, umgesetzt. 

    Europäische Partner - die britisch-niederländische Royal Dutch Shell, die österreichische OMV, die französische Engie sowie die deutschen Uniper und Wintershall - finanzieren das Projekt zusammen zu 50 Prozent. Die restliche Hälfte der Finanzierung - 4,75 Milliarden Euro - entfällt auf Gazprom.

    jeg/mt/sna

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    Tags:
    Ted Cruz, Sanktionen, Nord Stream 2, Senat, USA