05:13 20 Oktober 2020
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    Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hat die Gerüchte bestätigt, laut denen sich Juan Guaidó, der sich rechtswidrig zum Staatspräsidenten erklärt hatte, sich in der französischen Botschaft in Caracas versteckt halte. Arreaza forderte, Guaidó an die Justiz auszuliefern.

    „Wir hoffen, dass diese Regierungen (von Spanien und Frankreich – Anm. d. Red.) in gebührender Weise verfahren und die Gesetze des Gastgeberstaates, in diesem Fall Venezuelas, einhalten und Rechtsflüchtige der venezolanischen Justiz ausliefern werden“, sagte Arreaza am Donnerstag in einem Interview für den Radiosender Union.

    Neues zum Thema: die französische Botschaft in Caracas hat Berichte über den angeblichen Aufenthalt Guaidos auf dem Botschaftgelände dementiert.

    „Wir dürfen nicht die Botschaft irgendeines Landes, in diesem Fall von Spanien oder Frankreich, betreten“, so Arreaza. Er gab damit zu verstehen, dass eine gewaltsame Festnahme unmöglich sei.

    Guaido sei ein unmittelbarer Teilnehmer der „Operation Gedeon“ – des versuchten Einmarsches von See aus, das zum Ziel gehabt hätte, den venezolanischen Präsidenten Maduro zu töten, so Arreaza.

    Auf die spanische Botschaft eingehend, sagte der Minister, dort halte sich Leopoldo López versteckt, der die „Operation Gedeon“ initiiert hätte. Während seines Aufenthalts auf dem Gelände der spanischen diplomatischen Mission nehme López weiter an der Verschwörung gegen die jetzige Regierung teil.

    Vor wenigen Tagen hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro Guaidó mehrmals als „Rechtsflüchtigen“ bezeichnet. Dies löste Gerüchte über eine mögliche Flucht Guaidós und dessen Versuche aus, Asyl in einem dritten Land zu erhalten.

    Anfang Mai erklärte Innenminister Néstor Reverol, die Behörden hätten eine Invasion kolumbianischer Militanten vom Bundesstaat La Guaira aus verhindert. Laut Präsident Maduro sei seine Tötung das Ziel des Angriffs gewesen. Nach Angaben des Innenministeriums hätten die Militanten versucht, mit Schnellbooten ins Land einzudringen. Wie der Vorsitzende der Verfassunggebenden Versammlung, Diosdado Cabello, präzisierte, seien acht Angreifer getötet worden.

    Die venezolanischen Behörden haben 31 Personen wegen der versuchten Invasion festgesetzt. Maduro äußerte sich dahingehend, dass unter den Angreifern zwei US-Bürger gewesen seien. Nach Meinung des venezolanischen Präsidenten gehören die beiden der Leibwache von U-Präsident Donald Trump an.

    Seit Januar 2019 wollen die USA Maduro nicht als Staatspräsident anerkennen und betrachten den venezolanischen Oppositionschef Juan Guaido als provisorischen Staatschef. Washington hat keine diplomatische Vertretung in Venezuela.

    ls/sb

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    Tags:
    Juan Guaido, Nicolás Maduro, Jorge Arreaza, Frankreich, Spanien, Venezuela