04:17 22 Oktober 2020
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    Russland und die Türkei haben eine prinzipielle Einigung über die Lieferung der zweiten Einheit des Luftabwehrsystems S-400 erzielt. Das gab der Leiter des türkischen Sekretariats der Verteidigungsindustrie, Ismail Demir, am Montag bekannt.

    „Wir haben eine prinzipielle Einigung über die Lieferung der zweiten S-400-Einheit erzielt. Es sind technische Arbeiten zur Übertragung von Technologien, zu Details der gemeinsamen Produktion, zur Roadmap übrig geblieben“, erklärte Demir gegenüber dem Fernsehsender NTV.    

    Trotz der Verzögerung im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wolle die Türkei die S-400 in Betrieb setzen.

    „Das S-400-System wird gekauft, um eingesetzt zu werden. Punkt. Darüber hat man mehrmals auf allen Ebenen geredet. Die Arbeit geht weiter“, betonte Demir.    

    S-400-Lieferung an Ankara

    Im Mai teilte Demir mit, dass die Stationierung der in Russland erworbenen Luftabwehrsysteme S-400 in der Türkei weiter geht. Ein Teil davon ist ihm zufolge bereits in Betrieb genommen worden.

    Russland hat im Jahr 2019 den ersten Vertrag über die Lieferung von vier S-400-Einheiten im Gesamtwert von 2,5 Milliarden US-Dollar erfüllt. Das Dokument sieht auch eine Option für eine weitere Einheit vor.  

    Der russisch-türkische Deal zum Kauf von Flugabwehrraketensystemen S-400 hatte zu einem Streit zwischen Ankara und Washington geführt.

    Die USA forderten die Türken auf, den Deal mit den Russen fallen zu lassen und statt S-400 US-amerikanische Patriot-Raketen zu kaufen. Ankara weigerte sich, Zugeständnisse zu machen. Daraufhin wurde die Türkei vom F-35-Programm ausgeschlossen. Die Lieferung der S-400 an die Türkei hatte im Juli 2019 begonnen.

    ns/ae

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    Pandemie, Coronavirus, F-35, Lieferung, USA, TV-Sender NTV, Ismail Demir, S-400, Türkei