18:09 22 Oktober 2020
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    Ranghohe Vertreter Russlands und der USA werden am 22. Juni in Wien über die nukleare Abrüstung verhandeln. Das teilte das State Department nach Angaben der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit.

    „Ich und Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow haben uns heute auf Zeit und Ort für die Verhandlungen über Atomwaffen geeinigt“, bestätigte Marshall Billingslea, Sonderbeauftragter von Präsident Donald Trump für Rüstungskontrolle, die Angaben auf Twitter. China sei ebenfalls eingeladen worden.
    Hyperschall-Raketenkomplex „Awangard“
    © Foto : Russisches Verteidigungsministerium

    Ein Sprecher des US-Außenministeriums schloss nicht aus, dass eine Prolongierung des START-III-Vertrages (New-START-Vertrag) über den Abbau strategischer Offensivwaffen beider Länder unter den Gesprächsthemen sein werde. Dabei bestünden die USA darauf, dass Russland China vom Einstieg in mögliche künftige Abrüstungsabkommen überzeuge, sagte der Sprecher, der anonym bleiben wollte.

    China solle in den Vertrag einsteigen

    Bloomberg zufolge hatten die USA zuvor China zu den Wiener Gesprächen eingeladen. Peking weigerte sich und argumentierte damit, dass Moskau und Washington zusammen über 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen besitzen.

    ​Die Regierung von Präsident Trump hatte zuvor den Appell Russlands zurückgewiesen, Gespräche über die Verlängerung des START-III-Abkommens aufzunehmen. Die USA bestehen darauf, dass sich China an jedem Abkommen China beteiligen soll.

    Der zehnjährige Vertrag, der als letzter die Nuklearstreitkräfte der ehemaligen Feinde im Kalten Krieg abdeckt, kann mit Zustimmung beider Parteien um weitere fünf Jahre verlängert werden. Dem Ministeriumssprecher zufolge wäre es noch verfrüht, um über die Dauer der Verlängerung zu sprechen.

    START-III-Vertrag

    Der frühere US-Präsident Barack Obama und sein damaliger russischer Amtskollege Dmitri Medwedew hatten den Vertrag, der im Februar 2011 in Kraft trat, 2010 in Prag unterzeichnet. Der Vertrag war für zehn Jahre geschlossen worden.

    Der START-III-Vertrag sieht vor, dass Russland und die USA ihre Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe verringern. „START“ steht für die englische Bezeichnung „STrategic Arms Reduction Treaty“.

    am/gs

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    Tags:
    Sergej Rjabkow, Marshall Billingslea, Verhandlungen, START-III-Vertrag, USA, Russland