11:31 04 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1910131
    Abonnieren

    Militärische Ausrüstung, die schon seit langem in Libyen eingesetzt wird, wird laut dem russischen Vize-Außenminister Mikhail Bogdanow als jüngste russische Waffenlieferungen ausgegeben.

    „Viele falsche Daten oder bewusste Fälschungen hinsichtlich der Militärproduktion sind zugelassen worden. Insbesondere die Technik, die unter libyschen Bedingungen seit langem funktioniert, wird als aktuelle russische Lieferung präsentiert“, sagte Bogdanow in einem Interview mit der ägyptischen Zeitung „Al-Ahram“.

    Ende Mai hatten die USA ihre Erwägung bekannt gegeben, im Rahmen ihres Hilfsprogramms für Tunesien eine zusätzliche Brigade – Security Force Assistance Brigade (SFAB) – in das Land zu verlegen. Der Hauptgrund dafür sind laut dem US-Kommando für Afrika (Africom) Russlands Aktivitäten in Libyen.

    Nach US-Angaben hatte Russland kürzlich nach Libyen zur Unterstützung russischer Militärs im Kampf für den libyschen Marshall Chalifa Haftar Kampfjets entsandt. Die Kampfjets hätten auf dem Weg von Russland nach Libyen einen Zwischenstopp in Syrien eingelegt, wo sie „überstrichen wurden, um ihre russische Herkunft zu verschleiern“, teilte Africom am Dienstag mit. Die Libysche Nationalarmee (LNA) hat die Erklärungen des US-Militärs dementiert.

    Lage in Libyen

    Seit dem von der Nato unterstützten Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi vor neun Jahren steckt Libyen im Kriegschaos und wird von einer Doppelherrschaft geführt. Die von der UN anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch in Tripolis kontrolliert den Westen des nordafrikanischen Landes und befindet sich in einer Dauerauseinandersetzung mit der Libyschen Nationalarmee von Chalifa Haftar. Diese kooperiert mit dem vom Volk gewählten Abgeordnetenrat, der im Osten Libyens das Sagen hat. Haftar versucht seit April 2019, die Macht in Tripolis zu ergreifen.

    Russland hat wiederholt Berichte über die Teilnahme am Libyen-Konflikt dementiert und die Behauptung, in Libyen hielten sich russische Söldner auf, als fadenscheinig zurückgewiesen. Moskau plädiert für eine friedliche Regelung der Situation in dem afrikanischen Land und steht in Kontakt zu den beiden sich bekämpfenden Seiten.

    sm/gs
     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    USA schicken zwei Gruppen von Flugzeugträgern ins Südchinesische Meer – WSJ
    „Geschmacklos ohne Ende“: „Seriöse“ Medien, Drosten und Lockdown im Regierungsviertel missbilligt
    Virologe Streeck zu Coronavirus: Darum wird es keine zweite Welle geben, sondern…
    Tags:
    Militärtechnik, Russland, Waffenlieferungen, Libyen