18:16 19 September 2020
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    China ist laut dem Außenministerium bereit, seinen Dialog mit der Nato zu festigen und zum Weltfrieden beizutragen, erwartet jedoch, dass auch das nordatlantische Bündnis die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahrnimmt.

    Die chinesische Außenamtssprecherin, Hua Chunying, hat auf einer Pressekonferenz am Mittwoch die Worte von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kommentiert, der geäußert hatte, dass der Aufstieg Chinas als Militär- und Wirtschaftsmacht nicht ohne Reaktion des nordatlantischen Bündnisses bleiben sollte.

    Laut Stoltenberg hat China die zweithöchsten Militärausgaben weltweit und investiert verstärkt in neue Technologien und Raketen, die bis zu den Nato-Staaten reichen könnten. Dabei betonte der Generalsekretär, die Nato sehe China nicht als Feind an.

    China habe das jüngste Statement des Nato-Generalsekretärs zur Kenntnis genommen, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying in Peking.

    „Chinas Militärpolitik ist ausschließlich defensiv und unsere Pro-Kopf-Militärausgaben sind deutlich geringer als in anderen führenden Ländern. China ist für die Welt eine Chance, keine Bedrohung.“

    Die Regierung in Peking hoffe, dass die Nato China und seine Entwicklung korrekt und objektiv einschätze sowie zu Frieden und Stabilität in der Region beitrage.  

    „China ist bereit, den Dialog mit der Nato auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekts zu stärken“, so Hua Chunying. Sie versicherte, dass China zu Frieden und Entwicklung in aller Welt beitragen wolle.

    Chinas Militärausgaben wachsen jährlich und haben sich 2020 um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 178,8 Milliarden Dollar erhöht. Im internationalen Vergleich hat China den zweitgrößten Verteidigungsetat hinter den USA. Trotz Kritik aus anderen Staaten hält Peking an dieser Tendenz fest und will seine Militärausgaben nach Maßgabe des Wirtschaftswachstums weiter erhöhen.

    leo/ae

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    Tags:
    Dialog, Jens Stoltenberg, Militärausgaben, NATO, China