14:27 23 Oktober 2020
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    Die Europäische Union will die Sanktionen wegen des Beitritts der Halbinsel Krim zu Russland um ein weiteres Jahr verlängern. Wie Diplomaten in Brüssel berichteten, wurde dazu am Mittwoch das entsprechende schriftliche Verfahren eingeleitet.

    Die sogenannten Krim-Sanktionen sehen vor, dass Kreuzfahrtschiffe aus der EU nicht in Häfen einlaufen dürfen, die zur Halbinsel gehören. Zudem umfassen sie Export- und Investitionsverbote, die vor allem Unternehmen in Bereichen wie Energie, Transport oder Telekommunikation treffen sollen.

    Die Sanktionen waren zuletzt im Juni vergangenen Jahres bis zum 23. Juni 2020 verlängert worden. Zur Begründung hieß es damals, die EU trete nach der „rechtswidrigen Annexion der Krim und Sewastopols durch Russland weiter entschlossen für die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine ein“. Die EU erkenne diesen Verstoß gegen das Völkerrecht nicht an.

    Beitritt zu Russland

    Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern hatten sich wegen der Situation in der Ukraine verschlechtert, wo es Anfang 2014 zu einem Staatsstreich gekommen war.

    Im selben Jahr fand im Rahmen eines Referendums der Beitritt der Krim zu Russland statt. Die Halbinsel hatte bis dahin zur Ukraine gehört. Der Westen warf Russland Einmischung vor und verhängte daraufhin Sanktionen.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Krim