03:46 14 Juli 2020
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    „Da Donald Trump ein Unternehmer ist, will ich ihn auf die Ausgaben für die Kosovo-Unabhängigkeit aufmerksam machen. Für die amerikanischen Steuerzahler wäre es günstiger, Kosovo weiterhin Teil Serbiens bleiben zu lassen. Kosovo ist unfähig, sich selbst zu versorgen, und würde deshalb die US-Steuerzahler belasten.“

    So hat sich zur Situation um den Status des Kosovo der Rechtsanwalt Andreja Komnenovic, Mitglied der Republikanischen Partei, aus Atlanta geäußert. Im Rahmen des Wahlkampfes Präsident Trumps im Bundesstaat Georgia will er sich mit ihm treffen.

    Kosovo als Teil Serbiens würde Amerika weniger kosten

    Gegenüber Sputnik zeigte sich Komnenovic überzeugt, dass auch serbische Politiker gerade auf diesen Aspekt setzen sollten: Sie sollten nicht vergessen, dass Trump grundsätzlich gegen Wahnsinnsausgaben Washingtons für internationale Hilfen ist.

    Es sei zu erwähnen, dass die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) seit 1999 etwa eine Milliarde Dollar für die Unterstützung Kosovos ausgegeben hat.

    Komnenovic studierte einst Jura in Belgrad und war später Doktorand der Universität zu Georgetown auf dem Gebiet Politikwissenschaft und Recht. Er arbeitete in verschiedenen Organisationen, die sich auf das Völkerrecht spezialisiert haben, unter anderem im Cato Institute in Washington. In den letzten zehn Jahren beteiligt er sich intensiv an den Geschäften der Republikanischen Partei, war unter anderem Mitglied des Wahlstabs von Newt Gingrich im Rahmen des Wahlkampfes 2012.

    Komnenovic glaubt nach seinen Worten, dass die aktuellen Ereignisse in den USA die Zukunft des Landes bestimmen. Serbien könnte von Trumps Kampf gegen den so genannten „Deep State“ profitieren, denn der Balkan sei einst wegen der innenpolitischen Auseinandersetzungen in den USA quasi aus dem Blickfeld der Clinton-Vertrauten im US-Außenministerium geraten, die auf der Regelung der Kosovo-Frage im „Autopilot-Modus“ bestehen. Der Politologe findet, dass serbische Politiker viel intensiver als ihre albanischen geschweige denn amerikanischen Kollegen an der Bestimmung des Kosovo-Schicksals arbeiten sollten.

    „Gerade das serbische ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ wird entscheidend sein, und was Amerika angeht, so könnte die Kosovo-Frage noch verschoben werden, bis die höchsten Machtetagen die Initiative zeigen (sprich bis der Außenminister oder der Chef des Nationalen Sicherheitsrats über Kosovo redet), so dass der Druck im Kosovo-Kontext größer wird“, so der Anwalt aus Atlanta.

    Trump wird den „Deep State“ bezwingen

    Komnenovic gab sich überzeugt, dass es Präsident Trump am Ende gelingen werde, alle Attacken gegen ihn in den Griff zu bekommen – zunächst aus dem eigenen Umfeld und dann auch seitens des so genannten „Deep State“.

    „Sehr viele Wähler in den USA sind mit dem amerikanischen Interventionismus unzufrieden. Das ist etwas, worauf die Eliten bestehen, aber die einfachen Amerikaner brauchen das gar nicht“, unterstrich der Experte.

    Nach seinen Worten widerstehen dem „Deep State“ nicht nur Anhänger der Republikanischen Partei und religiöse Amerikaner, sondern auch unabhängige Wähler, von denen großenteils die Wahlergebnisse abhängen.

    Komnenovic findet, dass die Amerikaner serbischer Herkunft bei der Verteidigung der Interessen ihrer Heimat in den amerikanischen politischen Kreisen aktiver sein sollten:

    „Die Aktivitäten der serbischen Wählerschaft in den USA – das ist wunderbar, aber sie bringen keine erwähnenswerten Erfolge. Direkte Kontakte mit Politikern – das wäre die beste Lösung dafür, dass uns jemand wirklich hört.“

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    Tags:
    Balkan, Deep State, Donald Trump, Serbien, Kosovo, USAID, USA