17:32 31 Oktober 2020
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    US-Präsident Donald Trump will umstrittene Namen von Militärbasen nicht ändern – trotz der Bereitschaft aus Reihen des Militärs, damit ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

    „Es wurde vorgeschlagen, dass wir zehn unserer legendären Militärbasen umbenennen, wie Fort Bragg in North Carolina, Fort Hood in Texas, Fort Benning in Georgia, etc. Diese monumentalen und sehr mächtigen Stützpunkte sind Teil eines großartigen amerikanischen Erbes geworden und einer Geschichte des Gewinnens, Sieges und der Freiheit“, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

    Trump nannte die Einrichtungen „heilige Stätten“, in denen „Helden“ ausgebildet worden seien.

    „Deswegen wird meine Regierung nicht einmal über die Umbenennung dieser herrlichen und legendenumwobenen militärischen Einrichtungen nachdenken.“ An Amerikas Geschichte als „größte Nation der Welt“, die zwei Weltkriege gewonnen habe, werde nicht gerüttelt. Trump forderte Respekt für das Militär.

    Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte in einer Pressekonferenz, Trump würde ein etwaiges Gesetz aus dem Kongress zur Umbenennung nicht unterschreiben. „Wenn Sie an Fort Bragg denken, denken wir an die tapferen Soldaten, die von dort aus entsendet wurden.“ Braxton Bragg war General des konföderierten Heeres.

    „Symbole des Rassismus“

    Inmitten der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze hatte sich der zivile Chef des Heeres, Ryan McCarthy, offen gezeigt, über die Umbenennung von zehn Stützpunkten und Einrichtungen zu diskutieren, die nach militärischen Führern der Konföderierten Staaten benannt sind.

    Die Konföderierten Staaten von Amerika – elf Südstaaten – hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865)  gegen die Unionsstaaten im Norden gekämpft. Sie wehrten sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und wollten den Schwarzen keine Rechte einräumen.

    Der Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Ralph Northam, hatte vergangene Woche die Entfernung einer umstrittenen Statue des Südstaaten-Generals Robert E. Lee in Richmond angeordnet. Lee wird von der rechten Szene in den USA als Held verklärt. Denkmäler wie das in Richmond sehen viele US-Amerikaner als Symbole für Rassismus.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Rassismus, Militärbasen, Donald Trump, USA