03:51 14 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    327
    Abonnieren

    Der Tod des Afroamerikaners George Floyd hat in den USA eine Diskussion über die Finanzierung der Polizei angeregt. Die zunehmenden Forderungen nach einem „Defunding“ stoßen bei US-Präsident Donald Trump auf Kritik.

    Trump äußerte dazu: 

    „Sie reden tatsächlich davon, keine Polizeikräfte mehr zu haben. Das wird mit uns nicht geschehen. Wir werden stärkere Polizeikräfte haben.“

    „Wir müssen die Straße dominieren“, sagte der US-Präsident bei einem Besuch in Dallas (Bundesstaat Texas) und zeigte sich damit zuversichtlich, dass die Haushaltsausgaben für die Polizei während der Legislaturperiode seiner Regierung nicht reduziert würden. Er meinte, es gebe in der Polizei keinen systematischen Rassismus, und beschuldigte die Demokraten der Absicht, die Polizei abzuschaffen. 

    Bestimmte Maßnahmen will Trump dennoch umsetzen, und zwar erarbeite seine Regierung zurzeit Pläne, damit die Polizeibehörden bei der Gewaltanwendung professionelle Standards einhielten —„einschließlich Taktiken zur Deeskalation“.

    Den Unfall mit brutalem Polizeieinsatz gegen Floyd bezeichnete der US-Präsident in einem Fox-News-Interview als „Schande“. Er bedauerte, dass dieser Fall den Ruf der anderen Polizeibeamten negativ beeinflusse, da „die meisten Polizisten wirklich gute Leute sind“. Trump meint offensichtlich, dass die negative Einstellung gegenüber den Strafverfolgungsbeamten die weitere Entwicklung des Staates bremsen könne: 

    „Wir werden keinen Fortschritt machen und keine Wunden heilen, wenn wir Dutzende Millionen anständige Amerikaner fälschlicherweise als Rassisten oder Fanatiker bezeichnen“, so Trump. 

    Trump besorgt: „Nehmt JETZT eure Stadt zurück“

    Trump scheint jetzt über die Lage in der Stadt Seattle (Bundesstaat Washington) besorgt zu sein: Dort haben die Demonstranten eine „autonome Zone“ eingerichtet. Daher appellierte er an den Gouverneur des Bundesstaates Washington, Jay Inslee, und Seattles Bürgermeisterin, Jenny Durkan, auf Twitter

    „Nehmt JETZT eure Stadt zurück. Wenn ihr es nicht tut, werde ich es tun. Das ist kein Spiel.“

    Der Präsident verlangte von den beiden Demokraten, "hässliche Anarchisten" unverzüglich zu stoppen.

    „Bring uns alle in Sicherheit. Geh zurück in deinen Bunker“, erwiderte darauf Jenny Durkan.
    „Ein Mann, der überhaupt unfähig ist, zu regieren, sollte Washingtons Staatsangelegenheiten fern bleiben“, sagte Jay Inslee über Trump. 

    ao/mt/dpa

     

    Zum Thema:

    Aus Hongkong in USA geflohene Virologin offenbart „Wahrheit“ über Covid-19
    „Coronawahnsinn“ und „Maskenfetisch“- Carolin Matthie schießt scharf
    Putin nennt Grund für Verschlechterung der Beziehungen zu Ukraine
    Tags:
    Washington, Seattle, Polizei, Finanzierung, Donald Trump, USA