08:00 01 Dezember 2020
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    Die Nato muss laut ihrem Generalsekretär Jens Stoltenberg mehr Acht darauf geben, dass Chinas Aufstieg eine fundamentale Veränderung der globalen Machtbalance hervorrufen könne.

    Nach Stoltenbergs Worten rüste China aktuell intensiv auf, investiere zudem kräftig in Langstreckenraketen, die Europa erreichen können. Dies sagte er der „Welt am Sonntag“.

    Eigentlich stehe kein Mitgliedsland der Allianz unter direkter Bedrohung. Allerdings erscheine die Volksrepublik China immer näher „vor die Haustür Europas“.

    „Die Nato-Verbündeten müssen sich gemeinsam dieser Herausforderung stellen“, sagte Stoltenberg.

    China verfüge bereits über den weltweit zweitgrößten Verteidigungsetat und werde bald die weltgrößte Wirtschaft haben, so Stoltenberg.

    China sei bereits im Mittelmeer, in Afrika und in der Arktis präsent. Das Land nehme auch eine bedeutende Stelle im Cyberraum ein.

    Darüber hinaus gebe es im Südchinesischen Meer äußerst ernsthafte Aktivitäten – in dieser Region habe Peking umstrittene Gebietsansprüche. In den internationalen Gewässern versuche China, die Bewegungsfreiheit der Schiffe zu behindern.

    „Die Nato muss auf diese Entwicklung antworten, weil sie einen fundamentalen Wandel in der weltweiten Machtbalance darstellt“, so Stoltenberg.

    ek/mt/dpa

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    Tags:
    Wirtschaft, Wandel, Jens Stoltenberg, NATO, China